Wildbret in der Küche

Gerade in der Herbst- und Winterzeit gilt Wildfleisch als eine der beliebtesten und schmackhaftesten Delikatessen. Ob zu Festtagen wie Weihnachten oder auch einfach an einem Sonntag mit der ganzen Familie - Wild ist immer ein Genuss, wenn man es richtig zubereitet!

Reh in der KücheMit einigen Tipps & Tricks wird auch Ihr Wildbret zum Vergnügen. (Foto by: shaiith / fotolia.com)

In den meisten Fällen kann man Wildfleisch bereits fertig portioniert im Supermarkt kaufen, dann muss es nur noch in der Küche verarbeitet werden. Bei frischem Fleisch ist es wichtig, dass es innerhalb drei Tagen verarbeitet wird und durchgehend im Kühlschrank gelagert wird. Haarwild hält sich bei -18 °C tiefgefroren bis zu einem Jahr, Federwild etwa bis zu einem halben Jahr. Das Auftauen sollte langsam auf einem Teller oder in einer Schale im Kühlschrank erfolgen. Dabei ist es zu empfehlen, den austretenden Fleischsaft aufzubewahren, da sein kräftiges Aroma dem Gericht noch mehr Würze beigibt. Vor dem Schmoren oder Braten sollte das Fleisch eingelegt werden, hierfür eignet sich eine Beize sehr gut.

Einlegen lässt sich Wild beispielsweis in Buttermilch oder auch in Essig für 1-2 Tage. Dafür mischt man Rotweinessig mit Gemüse und diversen Gewürzen an. In dieser Mischung lässt man das Fleisch etwas ziehen und kann später auch auf Wunsch die Sauce damit aufgießen.

So bereitet man Wildfleisch richtig zu

Die wenigsten Menschen wissen, wie gesund Wild eigentlich ist. Nicht nur weil es mager ist, es ist auch reich an Vitamin B, Mineralstoffen, Protein und Spurenelementen wie Eisen, Selen und Zink. Darin enthaltene ungesättigte Fettsäuren kommen dem Körper ebenfalls zugute. Die Zubereitung selbst ist nicht sonderlich kompliziert: Hierfür reichen ein guter Bräter und feine Gewürze vollkommen aus.

Als Gewürze eignen sich unter anderem Thymian, Liebstöckel, Lorbeer, Wacholderbeeren oder auch Piment sehr gut für eine würzige Fleichsauce. Mit Salz sollte bei Wildfleisch möglichst sparsam umgegangen werden und lieber auf Kräuter setzen, da diese dem Fleisch ein besseres Aroma verleihen. Zum Abschmecken ist außerdem Steinpilzhefebrühe eine aromatische Variante. Wild kann auf viele verschiedene Arten zubereitet werden, sei es geschmort, gegrillt, gedämpft, pochiert, gebraten oder auch geräuchert - dabei hat jede Variante ihren ganz eigenen Reiz.

Was man über die Zubereitungsarten für Wild wissen sollte

Wildbret mit PilzenWendet man die richtige Zubereitunsart an, schmeckt das Wildbret grandios. (Foto by: shaiith / fotolia.com)

Bevor man Wildfleisch weiterverarbeitet, sollte man die feinen Sehnen und Häutchen sowie eventuelle Fettränder entfernen. So bleibt das Fleisch zart und ist gut bekömmlich.

Einige nützliche Informationen über die Zubereitungsarten:

  • Für das Dämpfen von Wild, einer besonders fettarmen Art der Zubereitung, verwendet man am besten Rückenmedaillons.
  • Für das Grillen von Wildfleisch ist die Zubereitung auf dem Rost, in einer Grillpfanne oder auch auf dem Spieß auf dem Grill möglich.
  • Beim Schmoren erhält das Fleisch ein besonders würziges Aroma, indem man den Fond immer wieder etwas abgießt.
  • Geräuchertes Wild ist eine herzhafte Delikatesse, die am besten mit Rehrückenfilets, Rebhuhnbrust oder Fasanenkeule gelingt.
  • Beim Braten von Wildfleisch ist es wichtig, dass sich die Hitze gleichmäßig verteilt und das Fleisch nur zart angebräunt ist. Hier verwendet man idealerweise einen Bräter aus Gusseisen.
  • Größere Fleischstücke bereitet man am besten im ofen zu. Beim Braten sollte man das Fleisch regelmäßig mit Brühe oder auch Wildfond übergießen, damit es seine saftige Konsistenz behält.

Fazit

Befolgt man wertvolle Tipps und Tricks beim Zubereiten von Wildbret, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Serviert man dann noch das Gericht mit köstlichem Wein und der richtigen Beilage werden die Gäste bestimmt zufrieden sein.


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