Wildkräuter und Heilpflanzen

In der wilden Natur finden sich zahlreiche Wildkräuter und Heilpflanzen, die man insbesondere zur Behandlung kleinerer Wehwehchen und zur Herstellung von wirksamen Hausmitteln nutzen kann. Lernen Sie die wichtigsten Wildkräuter und Heilpflanzen kennen und schätzen.

WildkräuterIn der wilden Natur finden sich zahlreiche Wildkräuter und Heilpflanzen vor. (Foto by: Vera Dolezalova / shutterstock.com)

Brennnessel

Die Brennnessel ist weit verbreitet, da sie anspruchslos und anpassungsfähig ist. Sie ist auf Wiesen und Weiden, in Gärten, im Wald, auf Feld- und Waldwegen zu finden. Von der Brennnessel werden im Allgemeinen die Blätter genutzt. Die Pflanze hat ihren Namen, weil Blättern und Stängel mit Brennhaaren besetzt sind. Schon bei der leichtesten Berührung geben sie einen auf der Haut stark brennenden Saft ab.

Aus den festen Bastfasern der Stängel hat man früher ein Garn hergestellt, das zu Nesselgewebe verarbeitet wurde. In der Küche werden die oberen zarten, grünen Blätter und Spitzen genutzt. Sie sind am schmackhaftesten von März bis Mai, können aber das ganze Jahr geerntet werden. Die Brennnessel ist reich an Vitamin C, Provitamin A und Chlorophyll. Die Blätter werden zu Salaten, Blattgemüse und Suppen verarbeitet.

Sowohl aus den frischen, als auch aus den getrockneten Blättern kann Tee bereitet werden. Vor dem Einsatz in der Küche überbrüht man die Blätter kurz mit heißem Wasser oder legt sie 10 min in kaltes Wasser. Auch als Heilpflanze hat sich die Brennnessel einen Namen gemacht. Der Brennnesseltee wird bei Rheuma, Gicht, Wassersucht und Diabetes verabreicht. Ihm wird auch eine blutreinigende Wirkung nachgesagt.

Beifuß

Beifuß wird schon seit langer, langer Zeit vom Menschen für Heilzwecke genutzt. Er braucht nahrhaften Boden, wächst bevorzugt an Wegränder, auf Brachflächen und an Flussufern. Die Pflanze wird, solange die Blüten geschlossen sind, in den Monaten Juli und August gesammelt, Die Wurzeln werden September bis Oktober ausgegraben. In der Küche werden die frischen oder getrockneten Blüten und kleinen Blätter zum Würzen verwendet.

Da er die Verdauung fördert, wird er vor allem zum Würzen fetter Brate, wie Gansl- oder Entenbraten, genutzt, Er dient aber auch als Würzmittel für Suppen und Eintöpfe. Sein Aroma entfaltet sich am besten beim Kochen und Braten. Als Heilpflanze hat Beifuß im Vergleich zu früher an Bedeutung verloren. Er wird noch als Tee bei Magen- und Darmstörungen verabreicht und ist noch Bestanteil homöopathischer Mittel.

BeifußAls Heilpflanze hat Beifuß im Vergleich zu früher an Bedeutung verloren. (Foto by: © behewa / fotolia.com)

Achtung: Beim Sammeln von Beifuß in der freien Natur ist darauf zu achten, dass der Beifuß nicht mit Ambrosia verwechselt wird, da Ambrosia eine stark allergische Wirkung hat. Die zwei Pflanzenarten kann gut an ihren Blättern unterschieden werden. Beifuß hat dunkelgrüne Blätter, die an der Unterseite weißfilzig sind. Ambrosia hat grüne, an der Unterseite glatte Blätter.

Huflattich

Huflattich wächst in schweren, wenig luftdurchlässigen Böden. Er ist an Weg-, Wald- und Straßenrändern, an Gräben, auf Äckern zu finden. Da er lehmige und tonige Böden bevorzugt, ist er in der Nähe von Ziegeleien, auf Schuttplätzen und Ödland häufig vertreten. Bereits ab März, manchmal sogar im Februar, kommen die leuchtendgelben Blüten aus dem Boden.

Charakteristisch ist, dass die Blüten auf dickeren, schuppigen Stielen sind. Erst wenn die Blüten vertrocknet sind, entwickeln sich die bodenständigen Blattrosetten. Die Blätter riechen balsamisch und sind an der Blattunterseite grau verfilzt. Gesammelt werden die Blüten und die Blätter. In der Küche machen die großen Blätter den Huflattich zu einer idealen Gemüsegrundlage.

Man kann die Blätter verwenden wie Spinat oder einen herzhaften Auflauf bereiten. In der Heilkunde verwendet man die getrockneten Blüten und Blätter zur Bereitung von Tee. Dieser wird bei Bronchial- und Lungenleiden verabreicht. Die frischen Blätter, als Umschlag angewendet, beschleunigen die Wundheilung und lindern die Schmerzen bei Rheuma und Gicht.


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