Wurzelsysteme: Flach- und Tiefwurzler

Obstgehölze im Garten unterscheiden sich nicht nur in ihrem oberflächlichen Erscheinungsbild und ihren Bedürfnissen, sondern auch in ihrem unterirdischen Wurzelsystem. Während der Evolution haben sich bestimmte Wurzelsysteme entwickelt, die nun Nährstoffversorgung und Bodenverankerung sichern.

WurzelsystemeVerschiedene Wurzelsysteme sind: Flach-, Tief-, Herz –und Senkwurzlern. (Foto by: © JackF / fotolia.com)

Im Verlaufe ihrer Entwicklung haben die Pflanzen auf Grund der verschiedenen Standorte mit unterschiedlichem Wasser- und Nährstoffangebot und klimatische Bedingungen optimal an die Umwelt angepasste Wurzelsysteme ausgebildet. Man spricht von Flach-, Tief-, Herz –und Senkwurzlern.

Entstehung von Wurzelsystemen

Die tatsächliche Wurzeltiefe und der Radius des Wurzelgeflechtes können für eine bestimmte Baumart nicht allgemein gültig festgelegt werden, weil die Ausbildung der Wurzeln sehr stark von den Umweltbedingungen abhängt. Die Art des Bodens, der Durchlüftung des Bodens und der Wasser führenden Schichten spielen eine ebenso wichtige Rolle wie der Standort.

Steht beispielsweise ein Baum allein und ist starken Winden ausgesetzt, muss er sich stärker im Boden verankern, damit er nicht entwurzelt wird und eingeht. Auch die Größe eines Gehölzes ist nicht unbedingt ausschlaggebend für die Tiefe und Ausbreitung der Wurzeln. Allerdings hat die Baumart in jedem Fall einen starken Einfluss auf die Bildung des Wurzelsystems oder den Wurzeltyp.

Flachwurzler im Garten

Flachwurzler breiten ihre Wurzeln zur Seite aus und bleiben damit direkt unter der Erdoberfläche. Die Wurzeln können sich weiter ausbreiten als der Durchmesser der Baumkrone ist. Typische Flachwurzler in unseren Gärten sind die Apfelbäume, Thuja, Haselnuss, Johannisbeer- und Stachelbeersträucher. Auch die Himbeeren sind Flachwurzler.

Von den Gemüsen sei die Zwiebel genannt. Die Flachwurzler sollten bei starker Wärme und Trockenheit gewässert werden, da die obersten Erdschichten schneller austrocknen. Auch bei der Bodenpflege sollte darauf Rücksicht genommen werden, dass die empfindlichen, feinen Wurzeln direkt unter der Oberfläche liegen und leicht beschädigt werden können.

Anbau im eigenen GartenSchon beim Anbau muss auf die Wurzelsysteme geachtet werden. (Foto by: © Halfpoint / fotolia.com)

Tiefwurzler im Garten

Tiefwurzler - auch als Pfahlwurzler bezeichnet - bilden Wurzeln bis in mehrere Meter Tiefe aus. Sie haben eine senkrechte starke Pfahlwurzel und schwache Seitenwurzeln. Das klassische Beispiel ist die Kiefer, die ihre Wurzeln bis in eine Tiefe von 10 m tief wachsen lassen kann und so das Wasser aus sandigen Böden oder bei einem extrem trockenen Standort aus der Tiefe holt.

Im Garten finden sich Tiefwurzler bei den Gehölzen der Eibe, oder beim Flieder. Rose, Lupine, Rettich und Weinstöcke sind ebenfalls Tiefwurzler. Eine interessante Ausnahme ist die Esskastanie. Sie ist ein Tiefwurzler ohne Pfahlwurzel. In bestimmten Böden, zum Beispiel bei Staunässe, wachsen Tiefwurzler manchmal als Flachwurzler.

Herzwurzler und Senkwurzler

Herzwurzler bilden eine Zwischenform mit kompaktem Wuchs und wenigen starken Seitenwurzeln, die senkrecht in den Boden wachsen. Dieser Typ ist vor allem bei den Laubgehölzen zu finden. Bei Linde, Birke und Spitzahorn ist dieser Wurzeltyp ebenso zu beobachten wie bei der Walnuss. Senkwurzler haben starke Hauptseitenwurzeln mit senkrecht nach unten wachsenden Ankerwurzeln. Als Beispiel sei die Fichte genannt.

Wurzelsystem beim Anbau beachten

Einige Baumarten, wie beispielsweise Buche, Robinie und Goldulme bilden gleichzeitig Tief- und Flachwurzeln aus. Die meisten Arten jedoch sind durchaus planbar hinsichtlich ihrer Wurzelbildung. Für den Anbau im Garten ist also von Bedeutung, sich vor dem Pflanzen von Gehölzen kundig zu machen, zu welchem Typ der gewünschte Baum oder Strauch gehört. Nur so kann man optimale Wachstumsbedingungen schaffen oder sich im Zweifelsfall für ein anderes Gewächs entscheiden.


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