Wurzelwerk im Herbst

04.11.2011 von | 0 Kommentare

Mit richtig köstlichem Wurzelwerk lässt sich der Herbst und Winter zu einer genussvollen Jahreszeit gestalten. Eine Kombination aus verschiedenen Wurzel- und Knollenarten, schafft im Winter eine warme Mahlzeit, die keine Wünsche offen lässt.

Gesundes WurzelwerkMit köstlichem Wurzelwerk kann zum Beispiel eine nahrhafte Suppe zubereitet werden. (Foto by: © Yantra / fotolia.com)

Wurzelwerk im Herbst

Die Zeit des unbeschwerten Lebens in der Wärme des Sommers geht zu Ende, allgemeiner Rückzug ist angesagt. Nicht nur wir ziehen jetzt warme Stuben und Jacken vor, auch die Pflanzenwelt zieht sich zurück. Alle Lebenssäfte werden in die Wurzelbereiche eingeholt, damit der Frost keine Schäden anrichten kann, die Pflanzen gehen in Winterruhe.

Für uns bedeutet dies, dass alle köstlichen Aromen und Energie-spendenden Nährstoffe nun in den Pflanzenspeichern zu finden sind. Die richtige Zeit für die Ernte von Wurzeln, Knollen und Zwiebelarten, die wir zur Versorgung mit Nähr- oder Heilstoffen nutzen wollen, ist also das Winterhalbjahr.

Mieten

Da harte Fröste und eine eventuell recht hoch anfallende Schneedecke die Entnahme aus dem Boden im Winter verhindern, werden von Mensch und Tier vorm Einsetzen der ersten harten Fröste im Jahr Vorräte angelegt. In der, auch von Tieren genutzten, Urform der Lagerhaltung wird die begehrte Erdfrucht artgerecht in der Erde gehalten - so würde sie auch für sich selbst überwintern - nur eben an einem geschützten Ort, damit der Zugriff gewährleistet bleibt. Diese Art der Vorratshaltung nennt sich Einmieten, das Reservoir ist eine Miete. Da manche Tiere nicht alle ihre Wintervorräte verbrauchen oder auch nur wiederfinden, keimen die umgebetteten pflanzlichen Speicherorgane im Frühjahr aus, die Verbreitung der Art ist gesichert. Dies ist also die beste Vorratshaltung, da alle lebenswichtigen Vitalstoffe erhalten bleiben. Die Kartoffelkiste ist quasi als Miete anzusehen, da die keimenden Erdäpfel ebenfalls neues Leben schaffen.

Lagern

Veränderndes Konservieren wie Einfrieren oder Einkochen macht bei Früchten großen Sinn, denn sie sind sonst der Vergänglichkeit preisgegeben.

Für die Energiespeicher aus dem Erdreich macht dies zum Lagern wenig Sinn. Wer wohnraumbedingt keine Mieten anlegen kann, ist natürlich auf andere Methoden angewiesen. Hierbei ist die Trocknung der gesäuberten, klein geschnittenen Wurzel eine schonende und platzsparende Angelegenheit. Sie werden wie getrocknete Kräuter gelagert und quellen mit Wasser wieder zu ihrer Urform auf. War die Temperatur bei der Trocknung nicht zu hoch, sind auch die Nährstoffe und Vitamine weitestgehend erhalten geblieben.

Nutzen

Der große Wert von Wurzeln aller Arten für die Winterkost zeigt sich in der Namensgebung „Wurzelwerk“ für den Bund Suppengrün. Eine Kombination aus verschiedenen Wurzel- und Knollenarten, je nach Region leicht unterschiedlich, schafft im Winter eine warme Mahlzeit, die keine Wünsche offen lässt.

Karotte, Sellerieknolle, Pastinak, Porree und Petersilie (eventuell als Wurzel) werden als handelsüblicher Standard angeboten. Aber auch Steckrübe, Rote Rübe, Schwarzwurzel, Topinambur und andere können in einem solchen Wurzelwerk Eingang finden.


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