Zwiebel

Zwiebeln bringen uns zwar regelmäßig beim Kochen zum Weinen und doch verwenden wir sie immer wieder. Kein Wunder, schließlich sind die köstlichen Knollen nicht nur würzig und verleihen jedem Gericht das gewisse Extra, sondern sind auch außergewöhnlich gesund.

ZwiebelIhre Schärfe und ihr Aroma macht die Zwiebel einzigartig. (Foto by: © Printemps / fotolia.com)

Zwiebeln gehören zu jeder Küche unweigerlich dazu. Kaum ein deftiges Gericht kommt ohne das aromatische Gemüse aus, egal ob würzig, sauer oder scharf. Obwohl wir sie gerne mögen, treiben sie uns regelmäßig die Tränen in die Augen. Das hat aber auch etwas für sich, denn das zeugt von sehr frischen Zwiebeln. Es gibt sehr viele Arten von Zwiebeln, beispielsweise Gemüsezwiebeln, Gewürzzwiebeln, Frühjahrszwiebeln, Schalotten, Perlzwiebeln oder rote Zwiebeln.

Herkunft

Die Zwiebel stammt ursprünglich aus Westasien und wurde dort bereits vor mehr als 5.000 Jahren angebaut. Ab dem 15. Jahrhundert begann man in Europa damit, verschiedene Sorten zu kultivieren. Zwiebeln können beinahe überall auf der Welt angebaut werden. Die wichtigsten Produktionsländer sind China, Indien, Russland, die Türkei sowie die USA.

Saison

Zwiebeln sind in Österreich ganzjährig aus heimischer Produktion verfügbar. Zur kompletten Abdeckung des Marktes kommen Importe aus EU-Ländern hinzu. Wenn man Zwiebeln kauft, sollte man sich auf sein Gefühl verlassen. Zwiebeln, die bereits ausgetrieben haben oder Schimmel angesetzt haben, sollten natürlich nicht gekauft werden. Wenn die Haut papierartig ist und abblättert, sind die Zwiebeln genau richtig. Frühlingszwiebeln sollten ein frisches, knackiges Grün aufweisen.

Geschmack

Zwiebeln können sehr unterschiedlich schmecken, je nachdem welche Sorte man nutzt. Teilweise sind sie sehr scharf und dementsprechend perfekt zum Würzen geeignet. Es gibt auch Sorten, die eher durch einen milden oder sogar leicht süßlichen Geschmack begeistern. Die Schärfe der Zwiebeln rührt von den enthaltenen ätherischen Ölen her.

Verwendung in der Küche

Zwiebel aufgeschnittenOb gedünstet, gebraten, gegrillt, gebacken oder roh; die Zwiebel schmeckt immer. (Foto by: © tunedin / fotolia.com)

Zwiebeln werden zunächst von der braunen, trockenen Haut befreit, bis darunter frische und saftige Zwiebelschichten herauskommen. Dann wird sie auf die Größe geschnitten, die man benötigt. Wenn eine Zwiebel zu scharf ist, kann man sie kurz in kochendem Wasser blanchieren und anschließend abschrecken.

Wenn man sie anbrät, beispielsweise als Basis für eine Sauce, sollten sie dabei keine Farbe annehmen, denn dann kommt ihr Aroma am besten zur Geltung. Zwiebeln sollten immer erst dann vorbereitet werden, wenn man sie benötigt, da sie schnell ihr Aroma verlieren. Gegen die tränenden Augen kann man durchaus vorbeugen, beispielsweise indem man die Zwiebel vor dem Schneiden für eine Viertelstunde ins Gefrierfach legt oder dabei die Dunstabzugshaube laufen lässt.

Zwiebeln gehören zu beinahe allen Arten von Gerichten, egal ob Suppe, Salat, Brotaufstrich, Saucen, Fleisch- und Fischgerichte. Es gibt aber auch zahlreiche Gerichte, bei denen die Zwiebeln nicht nur schmückendes Beiwerk sind, beispielsweise Zwiebelkuchen oder Zwiebelsuppe.

Aufbewahrung/Haltbarkeit

Die meisten Zwiebelsorten sind sehr lagerfähig und können bei optimaler Aufbewahrung problemlos mehrere Monate aufbewahrt werden. Ihr Aufbewahrungsort sollte dunkel, trocken, kühl und mit Frischluft versorgt sein. Spezielle Lagerzwiebeln können sechs Monate und länger halten. Frühlings- und Lauchzwiebeln sowie rote Zwiebeln halten nicht so lange und werden am besten im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt.

Nährwert/Wirkstoffe

Zwiebeln enthalten sehr viel Kalium, Kalzium und Phosphor, aber auch Vitamin C und B6. Teilweise können sie sehr viel Zucker enthalten. Zwiebeln reizen die Schleimhäute, wofür das enthaltene Allicin verantwortlich ist. Zwiebeln können gegen Entzündungen hemmen und Keime abtöten. Bei Grippe und Erkältungskrankheiten kann eine heiße Suppe aus Zwiebeln Wunder wirken. Sie fördern die Verdauung und regen den Appetit an, können allerdings auch Blähungen verursachen, besonders im rohen Zustand.


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