Zwiebeln

Die Zwiebel – das Multitalent unter den Gemüsen! Egal ob roh, in vielen köstlichen Gerichten oder als Heilpflanze – die Zwiebel ist aus unseren Küchen nicht wegzudenken. Angesichts ihrer wertvollen Inhaltsstoffe, ihres intensiven Aromas und ihrer leichten Kultivierbarkeit kein Wunder!

Zwiebel im GartenDer Boden der Zwiebel muss unkrautfrei und locker gehalten werden. (Foto by: Steve Cordory / shutterstock.com)

Die Zwiebel ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Sie ist so alt, dass weder ihre genaue Herkunft noch die Wildform bekannt sind. Obwohl der Geruch von rohen Zwiebeln nicht jeden begeistert, ist sie bis heute eines der meist verwendeten Küchengemüse und -gewürze. Sie kommt nicht nur in der Küche, wo sie roh in Salaten verzehrt und zum Kochen, Backen, Braten oder Grillen verwendet wird, sondern auch als Heilpflanze zur Heilung und Linderung vieler Leiden zum Einsatz.

Anbau

Zwiebeln stellen keine hohen Ansprüche an den Boden, so dass eine leichte Humuszugabe ausreicht. Die Erde sollte feinkrümelig und feucht sein. Ab März können Zwiebeln direkt in den frostfreien Boden in 1-2cm tiefe Rillen gesät werden. Wenn die Sämlinge ca. 5cm groß sind, dünnt man auf einen Abstand von 3cm aus, später je nach Sorte auf 8-10 cm.

Alternativ kann man im April Steckzwiebeln, die man entweder im Vorjahr selbst aus Samen gezogen hat oder im Fachhandel bezieht, legen. Ein Ausdünnen entfällt, da gleich der benötigte Abstand eingehalten wird. Einen leichten Nachtfrost vertragen die Zwiebeln. Steckzwiebeln sollte man mit einem Netz schützen, da sie von Vögeln aus der Erde gezupft werden. Für eine Ernte im Frühjahr sät man winterfeste Frühlingszwiebeln im August aus.

Pflege und Düngung

Die Pflege ist nicht aufwendig. Der Boden muss nur unkrautfrei und locker gehalten werden. Hat man vor der Aussaat oder dem Stecken der Zwiebeln in den Boden einen organisch-mineralischen Dünger eingeharkt, ist eine weitere Düngung nicht erforderlich. Der Boden darf nie ganz austrocknen, sonst schießen die Zwiebeln und fangen an zu blühen. Zwiebeln können Krankheiten wie Falscher Mehltau und Zwiebelfäule bekommen. An Schädlingsbefall treten hauptsächlich die Zwiebelminierfliege und die Thripse auf.

Ernte

Bei Bedarf können während der gesamten Vegetationsperiode Schlotten und Zwiebeln zum sofortigen Verzehr geerntet werden. Aufwendiger ist die Ernte für die Einlagerung. Sobald sich die Zwiebeln gelb färben, werden die Schlotten (Blätter) umgeknickt. Nach 14 Tagen werden die Zwiebeln mit der Grabegabel gelockert. Zwei Wochen später werden die Zwiebeln bei sonnigem Wetter aus dem Boden gehoben. Man lässt sie auf dem Beet trocknen.

ZwiebelsortenDie großen Gemüsezwiebeln eignen sich hervorragend zum Füllen. (Foto by: © Printemps / fotolia.com)

Konservierung und Verwendung

Die vorgetrockneten Zwiebeln werden entweder ohne Blätter auf Horden gelagert oder aber mit Hilfe der Blätter gebündelt und zum Trocknen aufgehängt. Zwiebeln sind, wenn sie unverletzt sind und luftig gelagert werden, monatelang haltbar. Zwiebelscheiben können auch getrocknet werden und sind dann in einem verschlossenen Behälter monatelang haltbar.

Eine weitere Möglichkeit ist das Einlegen in einen gewürzten Essigsud. Zwiebeln werden in Salaten, zu Fisch- und Fleischgerichten verwendet. Sie sind ein Würzmittel für viele Suppen. Die großen Gemüsezwiebeln eignen sich auch hervorragend zum Füllen. Die milden Gemüsezwiebeln werden gedünstet oder gebraten als Gemüse serviert.

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Inhaltsstoffe

Die Zwiebel gilt ganz zu Recht als Lebenselixier. Zwiebeln enthalten neben vielen Vitaminen und Mineralien eine Vielzahl an sekundären Pflanzenstoffen wie schwefelhaltige Verbindungen, Kampferöl, Carotin, Flavonoide und natürliche Farbstoffe. Abkochungen der Zwiebelschalen werden deshalb zum Färben genutzt. Zwiebelsaft wirkt schleimlösend in den Atemwegen. Es wurde auch ein antiaggregatorischer Effekt auf die Blutgerinnung nachgewiesen. Bis heute wird die Zwiebel noch wissenschaftlich untersucht, um alle ihre Wirkmechanismen zu verstehen.


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