Mais

Der Mais! Ein Gemüse, das alle kennen und lieben. Doch die Maispflanze ist kein Gemüse wie viele vermuten, sondern eine Getreideart, noch dazu ein wichtiges Grundnahrungsmittel.

Mais am FeldMais ist kein Gemüse, sonden eines der sieben wichtigen Grundgetreide. (Foto by: petchara-jan_@hotmail.com / Depositphotos.com)

  1. Kukuruz, Welschkorn und Türkischer Weizen sind nur drei der zahlreichen Bezeichnungen unseres heutigen Kulturmais.
  2. Er hat seine Wurzeln in einer Wildgrassorte aus Zentralmexiko und hielt mit der Entdeckung Amerikas Einzug in Europa.
  3. Später traten die gelben Körner einen weltweiten Siegeszug an und so werden heute mehr als eine Milliarde Tonnen jährlich geerntet.
  4. Während der größte Teil hiervon als Viehfutter oder Energierohstoff genutzt wird, gelangen immerhin rund 15 Prozent auf unseren Tellern – in Teilen Afrikas und Lateinamerikas sogar als Grundnahrungsmittel.
  5. Unterschieden wird zwischen Zucker- und Körnermais. Der Zuckermais ist für die Zubereitung einzelner Speisen gedacht und schmeckt süßlich. Der Körnermais findet als Futtermittel seine Verwendung.

Saison

  • Mais ist ein Sommergetreide und wird in unseren Breitengraden zwischen Juli und Oktober geerntet. In der restlichen Zeit ist er vor allem tiefgefroren, vorgegart sowie in Dosen und Gläsern erhältlich.
  • Recht anspruchslos erreicht sie mit ihren großen, schmalen Blättern Höhen von bis zu drei Metern und trotzt auch längeren Dürre- und Regenperioden.
  • Die typischen Kolben entwickeln sich bereits nach kurzer Reifezeit, bilden aber nicht immer die uns bekannten goldgelben Körner aus. Auch weiße, rote oder sogar violett-schwarze Sorten lassen sich finden.

Geschmack und Besonderheit

  1. Zuckermais ist mittlerweile die beliebteste Maissorte. Er hat einen zarten, süßen Geschmack und kann sogar roh gegessen werden.
  2. Am häufigsten wird der von seinen Blättern und Enden befreite Kolben aber gekocht oder gerillt und anschließen mit heißer Butter bestrichen. Perfekt hierzu passen Kurzgebratenes oder Kartoffeln.
  3. Einzeln landen seine schmackhaften Körner vor allem in Salaten, Aufläufen, Pfannengerichten und Suppen.

Verwendung in der Küche

Gegrillte MaiskolbenOb gegrillt, gekocht oder gebraten, Mais schmeckt und ist gesund. (Foto by: VadimVasenin / Depositphotos.com)

  • Viele Zubereitungsarten lassen darauf schließen, dass es sich bei der Maispflanze um ein Gemüse handelt. Die kräftige Pflanze aus der Familie der Süßgräser ist jedoch eine Getreideart.
  • Auch wenn Maiskörner pur ein ganz besonderer Genuss sind, lässt sich aus ihnen noch viel mehr herausholen.
  • So ist Maiskeimöl ein ideales Salatöl. Mit Maisstärke können Suppen oder Soßen gebunden werden und nicht zu vergessen die Polenta aus Maisgrieß und das beliebte Popcorn aus Puffmais.

Einkauf & Lagerung

  1. Beim Einkauf von frischem Mais ist es ratsam wenn man die Kolben noch mit Blätter kauft, dann sind sie garantiert frisch.
  2. Abgepackten Maiskolben sollten keine braunen Stellen aufweisen.
  3. Maiskolben lassen sich auch einfrieren. Vor dem Einfrieren die Kolben einige Minuten im heißen Wasser blanchieren.

Nährwerte & Wirkstoffe

Zuckermais ist sehr gehaltvoll und besteht zu über 60 Prozent aus Kohlenhydraten. Dennoch liefert er nur knapp 90 Kalorien pro 100 Gramm und ist damit der Spitzenreiter unter den Getreidearten.

Zudem punktet er mit einem geringen Fettanteil und zahlreichen gesunden Inhaltsstoffen:

  • Beta-Carotin (Vitamin A)
  • den Vitamin B1, B2 und B6
  • Vitamin C
  • Folsäure
  • Ballaststoffe
  • Kalium
  • Magnesium
  • und verschiedene essenzielle Aminosäuren

Die vorhandenen Kohlenhydrate bestehen im Übrigen hauptsächlich aus Zuckermolekülen.

Sie sind für den süßlichen Geschmack des Zuckermais verantwortlich, wandeln sich im Laufe der Zeit aber in Stärke um.

Rohe Kolben sollten daher zur Verlangsamung dieses Prozesses kühl gelagert und zügig verarbeitet werden. Mais ist ein hervorragender, kalorienarmer Energiespender.

Maismehl

  • Die wichtigste Rolle aber spielt das Maismehl. Es ist Basis für zahlreiche Lebensmittel, wie Cornflakes oder Tortillas und enthält deutlich mehr Stärke als andere Vollkornmehle.
  • Seine Farbe ist charakteristisch gelb, der Geschmack süßlich bis leicht nussig.
  • Maismehl ist glutenfrei und daher optimal bei einer Unverträglichkeit.
  • Aufgrund des fehlenden Klebereiweißes kann das Mehl aber nicht immer wie andere Mehle verwendet werden.

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