Foodtrends 2017

Wild, bunt, gesund, regional und global, fokussiert und klassisch – Wenn es ums Essen geht, dreht sich die Küchenwelt 2017 doppelt so schnell.

buntes GemüseBunt und Gesund lauten die Food Trends 2017 (Foto by: malyuginphoto / Depositphoto)

Regionale Limits

Der Radius definiert den Einzugsbereich der Zutaten. Weite Anreisen mit katastrophalen CO2-Spuren waren gestern. Die besten Ingredienzen wachsen quasi vor der Tür. Dieser Trend befeuert die heimischen Erzeuger und führt uns zurück zum Genuss im Rhythmus der Jahreszeiten.

Drinks

Regional first - Bevorzugt werden fruchtige Cocktails mit Zutaten aus heimischer Produktion. Die Drinks werden 2017 fruchtiger und zeigen eine Abwärtstendenz bei den Alkoholprozenten. Gin aus Binnenherstellung behauptet sich ebenso wie heimisches Bier. Nur beim Champagner bleibt alles beim alten. Der Franzose bekommt lediglich starken Gegenwind von den aufstrebenden Winzersekten.

Knochenbrühe

2016 legte die gute, alte Knochenbrühe einen erfolgreichen Neustart hin. Sie hat bereits die Hügel Hollywoods, die Ostküste der USA und Mitteleuropa voll im Griff. Als grandiose Brühe von Welt garantiert sie die Mineralstoffversorgung der ewig Kalorien zählenden Models und Stars. Bei diesem Trend kramen wir das speckig gewordene Familienkochbuch heraus und kochen locker-lässig mit.

Buns

Aus Fernost kommen die Super-Sushis! Die heißen jetzt Buns und werden gedeckelt von japanischem Reis. Ihr Innenleben ist ein delikater Mix japanischer Köstlichkeiten.

Tacos

Die rassigen Mexikaner präsentieren sich 2017 in neuem Glanz. Tacos streben nach höheren Küchenweihen. Mit einem deutlichen Plus bei den gesunden Füllungen und exquisit komponierten Salsas gewürzt werden die gefüllten Maisfladen salonfähig.

Green Power

Der autonome Kräutergarten am Restaurant bekommt neue Bewohner. 2017 sehen die verzückten Gäste nicht nur die feinen Grünlinge wachsen. Nun gedeiht auch das Gemüse im, am und um das Publikum herum. Wildkräuter flankieren den grünen Hype am Teller.

 

Under the sea

Lachs auf PlatteFisch ist immer ein Dauerbrenner, auch 2017 wird er gern serviert. (Foto by: monkeybusiness / Depositphoto.com)

 

  • Die Dauerbrenner Fisch, Algen, Oktopus und alles Essbare aus dem Wasser haben sich Gspusis angelacht.
  • Die Superfoods aus aller Herren Länder schmücken die Unterwasserwelt. Am Teller reüssieren Lachs, Saibling, Dorsch und Co. nunmehr in Begleitung von Chiasamen, Gojibeeren und Granatapfelkernen. Die Liaison ist nicht ganz neu, schließlich gehörte das geröstete Mandelblättchen schon immer zur Forelle.

Neue Gewänder für Restaurants

Das klassische Wirtshaus darf 2017 mit starkem Publikumsinteresse rechnen. Dafür macht es sich fein. Wer will schon im altbackenen Ambiente dem „clean eating“ frönen oder sich zum feinen Abendessen treffen? Des Pudels Kern bleiben die kuschelige Wirtshausatmosphäre und die ehrlichen Gerichte auf der Karte. Man fokussiert sich auf das Kerngeschäft.

 

At home: Moderne Küchentechnik macht es möglich: Wir rösten dank smarter Technologie unseren Kaffee selbst, pressen feine Öle frisch und genau nach Bedarf, dörren gesunde Snacks aus Obst und Gemüseschnitzen und fermentieren Kraut im trauten Heim. Jetzt wissen wir endlich, was in den Lebensmitteln wirklich drin ist.

 

Und sonst noch?

Temporäre Lokale (Pop-ups) bleiben im Trend. Die Köche werden immer mobiler und kommen gern zum Publikum. Die proteinreichen Insekten versuchen am heimischen Teller zu landen. Von Lissabon über London kommend erobern Desserts aus Portugal den Kontinent.


Bewertung: Ø 4,1 (8 Stimmen)

User Kommentare

Sunny51
Sunny51

Es kommen in den letzten Jahren wieder Trends und werden modern.
Was Großmütter früher schon gewußt und gemacht haben wird jetzt wieder aufgegriffen

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Silviatempelmayr
Silviatempelmayr

Sehr interessanter Artikel. Stimmt Sunny51 der Trend geht wieder auf früher zurück zum Ursprung s zusagen.

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Shitake26
Shitake26

sehr informativer und detaillierter Bericht - mobile Köche scheinen ja voll im Trend zu sein - mit der Idee mit den proteinreichen Insekten auf dem Teller kann ich mich allerdings nicht so besonders anfreunden

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Beatus
Beatus

Knochenbrühe, habe ich immer gemacht, aber dann hat bei meinem Mann die Gicht zugeschlagen. Der Arzt meinte unbedingt weglassen, viel, zuviele Purine in der Brühe

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moga67
moga67

Super, sehr informativer Bericht - Ja, manchmal ist das Gute ja so nah! Hat schon früher geheißen: Schau der Oma, Mama beim Kochen zu und du lernst für´s Leben!

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Jeloschnecke
Jeloschnecke

Endlich heißt es wieder "back to the roots" ... gute alte Küchentraditionen werden wieder gelebt. Regionalität wird immer wichtiger, der Gast verlangt danach und auch die Nachhaltigkeit in der Erzeugung von Lebensmitteln wird wieder wichtiger. Ein Trend, dem ich persönlich sehr viel abverlangen kann.

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