ab Dienstag, 3. November, 0.00 Uhr, zweiter Lockdown in Österreich

DIELiz
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Ab Dienstag, 3. November, 0.00 Uhr, wird es zu einem zweiten Lockdown in Österreich kommen , sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). „Nicht mehr möglich sein werden“ der Sport- und Freizeitbereich, die Hotellerie und die Gastronomie, so der Kanzler. Die Gastronomie darf nur noch Abhol- und Lieferdienste anbieten, Hotels ist die Aufnahme von Touristen untersagt. Alle Theater, Opern- und Konzerthäuser sowie auch Museen müssen bis zum 30. November schließen.
Ab Dienstag, 0.00 Uhr, gelten in Österreich zwischen 20.00 und 6.00 Uhr nächtliche Ausgangsbeschränkungen

Für die betroffenen Unternehmen wird es ein Hilfspaket geben, kündigte Kurz an. Die betroffenen Branchen werden 80 Prozent des Umsatzes des Vorjahreszeitraums überwiesen bekommen. Zudem werde die Kurzarbeit ausgeweitet, sagte der Kanzler. Anders als im Frühjahr bleiben Geschäfte geöffnet, auch Dienstleister wie Friseure und Physiotherapeuten dürfen weiterarbeiten.

Für den Schulbereich wird es differenzierte Maßnahmen geben. Kindergarten und Volksschulen bleiben offen, in der Oberstufe und an den Universitäten wird nach den Herbstferien auf Distance-Learning umgestellt. Schrittweise zurückgenommen werden könnten die Maßnahmen laut Kurz im Lauf des Dezembers.

Private Treffen werden ebenfalls eingeschränkt. Nur noch zwei Haushalte dürfen einander treffen. Der unmittelbare Wohnbereich soll von den Maßnahmen nicht betroffen sein, Garagen-, Garten- und Scheunenpartys werden aber untersagt. Geburtstagsfeiern und Jubiläumsfeiern im öffentlichen Raum sind untersagt.

Die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen sind auf zehn Tage befristet. Laut Gesetz müssen sie alle zehn Tage vom Nationalrat besprochen und verlängert werden, so Kurz.

Besuche in Krankenhäusern, Kuranstalten und in Alters- und Pflegeheimen werden zum Schutz der Kranken, Senioren, Pflegebedürftigen und des Personals limitiert. Bis inklusive 17. November sind Besuche nur mehr alle zwei Tage erlaubt, wobei pro Tag maximal ein Besucher zugelassen wird. Insgesamt können in den kommenden zwei Wochen Patienten, Senioren bzw. Pflegebedürftige in Spitälern und Heimen maximal zwei verschiedene Besucher empfangen. Sämtliche Besucher müssen entweder ein negatives Testergebnis vorweisen oder adäquaten Atemschutz – eine FFP2-Maske – tragen. Der Mindestabstand ist einzuhalten. Ausgenommen davon sind die Palliativ– und Hospizbegleitung sowie die Seelsorge zu kritischen Lebensereignissen. Für externe, nicht medizinische Dienstleister gilt ein Betretungsverbot in Alten- und Pflegeheimen.

Mitarbeiter in den jeweiligen Einrichtungen müssen – abhängig von der Verfügbarkeit – jede Woche ein negatives PCR- oder Antigen-Testergebnis vorlegen. Alternativ kann durchgehend während der Berufsausübung eine FFP2-Maske getragen werden.

Während der Spitzensport, wenn auch ohne Zuschauer, weiterlaufen darf, wird der Amateursport stillstehen. Damit werden unter anderem die Fußballligen von der Regionalliga abwärts gestoppt. Auch der Hallenbereich ist für alle Hobbysportler tabu, Freiluftsportstätten wie Golf- und Tennisplätze dürfen jedoch offen bleiben. Erlaubt sind aber nur noch individuelle Sportaktivitäten, bei denen man nicht mit anderen in Kontakt kommt. Die Sportstätten im Freien sind für den Einzelsport weiter geöffnet, versicherte er.

Sportarten mit Körperkontakt sind also fortan untersagt. Anders als im ersten Lockdown werden aber auch Parkanlagen offen bleiben. In der kalten Jahreszeit eine Möglichkeit zum Sporteln im Innenbereich zu finden, wird jedoch unmöglich werden, da auch alle Freizeiteinrichtungen wie Bäder und Fitnessstudios geschlossen werden. Nicht möglich sein wird das Skifahren für Hobbysportler, da Seilbahnen und andere Aufstiegshilfen nur von Spitzensportlern benützt werden dürfen.

 

update:

Sollte das Maßnahmenpaket wirken und die Bevölkerung mitmachen, geht Kurz davon aus, dass im Dezember erste Öffnungsschritte gesetzt werden können, um zu einem halbwegs normalen Leben zurückzukehren. Bei einem ähnlichen Erfolg, wie wir ihn im ersten Lockdown hatten, könne man dann beispielsweise wieder an Skifahren – wenn auch mit Abstrichen – denken.

Essenziell sei es, dass wir mit dem Paket gut durch den November kommen, um einen deutlichen Abfall der Infektionszahlen zu erreichen, sagte der Kanzler. Mit einer Trendumkehr rechne er frühestens in sieben bis 14 Tagen. Sollte dieses Ziel nicht erreicht werden, „sind wir mit einer schwierigen Situation konfrontiert“, räumte Kurz ein. Ein Nachschärfen der Maßnahmen, deren Wirksamkeit wöchentlich evaluiert werden soll, sei dann möglich. Dabei dürfte ein Schließen der Kindergärten und Pflichtschulen bzw. ein Umstellen auf Distance-Learning angedacht sein.

eigentlich keine Massnahmen mit denen wir im Forum nicht bereits gerechnet hatten.

es ist schrecklich, die ganze Welt ist im Würgegriff von Covid-19

ich kann mir vorstellen, das einige Massnahmen-Verweigerer evt Covid-19 nicht mehr als "SO" lebensgefährlich angesehen haben. In den Medien wurde zuletzt immer mehr über "leicht verlaufende Krankheitsverläufe" berichtet. Klar Egoisten  und DuXXe gibt es immer wieder, aber vielleicht spielt ja doch eine Falscheinschätzung, dieser für uns alle neuen Situation, eine Rolle bei Garagenparty & Co.

Was denkst du darüber?

Zuletzt bearbeitet von DIELiz am 31.10.2020 um 19:10 Uhr

Martina1988
Martina1988

Eigentlich eh so, wie wir es uns vorgestellt haben - wenn sich jetzt mal endlich alle an die Maßnahmen halten, haben wir diesen Lockdown auch schnell überstanden. 

 

alpenkoch
alpenkoch

jedes Land in der Welt hat Coronaprobleme   eine Garagenparty oder Discotanzen war einfach dumm

alpenkoch
alpenkoch

Entschuldigung mein Internet hat Probleme

Zuletzt bearbeitet von alpenkoch am 31.10.2020 um 20:14 Uhr