Das Gorlnähen im Erzgebirge

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Das Handwerk, die Handarbeit das Gorlnähen war im Erzgebirge auf beiden Seiten in verschiedenen Orten verbreitet. Es war die Zeit, da Anton Günther lebte, als das Posamentieren, Oberbegriff für diese Näh-und Webarbeiten, hauptsächlich die Frauen diesen Nebenverdienst/Broterwerb in Heimarbeit ausübten.
Beim Gorlnähen wurden die Glasperlen (Patterle) auf Schnüren aufgefädelt. Diese Perlenschnüre wurden später u.a. auf Kleidung, Kragen und Taschen zur Verzierung aufgenäht. Auch so manche Petroleumlampe leuchete mit diesem Ziergehänge.
Die Perlenschnüre wurden oft, wie beim Klöppeln nach vorliegenden Musterbriefen, in verschiedenen Formen von Blumen und Ornamenten, gerne auf Trachtenkleidung zur Verschönerung angebracht. Das Material, die Glasperlen hat meistens der Aufraggeber gestellt. Überwiegend kamen die Glasperlen aus Gablons, der Hauptstadt der Schmuckindustrie.
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