Feiertag 2. November: Allerseelen
Der Allerseelentag am 2. November hatte sich seit dem 9. Jahrhundert in der Kirche durchgesetzt, nachdem das Totengedenken vorher verbreitet am Ende der Osterzeit (Pfingstmontag oder Montag nach dem Dreifaltigkeitsfest) stattgefunden hatte und einen österlich aufgehellten Charakter trug. Abt Odilo von Cluny hat den Gedenktag am 2. November in allen von Cluny abhängigen Klöstern eingeführt. Das Dekret Odilos aus dem Jahr 998 ist noch erhalten. Bald wurde der Allerseelentag auch außerhalb der Klöster gefeiert. Für Rom ist er seit Anfang des 14. Jahrhunderts bezeugt. Von Cluny aus verbreitete sich der Allerseelentag in der ganzen lateinischen Kirche. Im 15. Jahrhundert wurde es in Valencia dem Priester erlaubt, zu Allerseelen drei heilige Messen an einem Tag zu feiern. Diese Gepflogenheit dehnte sich später auf ganz Spanien und Portugal aus. Aufgrund der vielen Verstorbenen des Ersten Weltkrieges gestattete Benedikt XV. diese Praxis ab 1915 für die gesamte katholische Kirche. Allerseelen ist vor allem in den Alpenländern mit zahlreichen Volksbräuchen verbunden.