Harter Sparkurs beim ORF

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jowi59
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Die angekündigten Sparmaßnahmen beim ORF nehmen konkrete Formen an. ORF-Chefin Ingrid Thurnher hat die Beschäftigten in einer internen Information über drastische Schritte informiert. Grund für den enormen Spardruck ist ein jährliches Minus von 93 Millionen Euro. Auslöser dafür ist die gestrichene Vorsteuerabzug-Kompensation der Bundesregierung beim Wechsel zum ORF-Beitrag.
Erste Einschnitte betreffen die Marketing-Tochter OMC. Dort stehen der ORF-Shop sowie die Abteilung "ORF-Stars" vor dem Aus. Zudem soll die Zahl der Führungskräfte und Hauptabteilungen drastisch reduziert werden. Strengste Vorgaben gelten künftig für das gesamte Unternehmen. Zahlungen an die Pensionskassen werden ausgesetzt, Mehrdienstleistungen und Pauschalen stark begrenzt sowie Zusatz-Zahlungen evaluiert. Auch Nulllohnrunden schließt Thurnher nicht aus. Nicht jeder Beschäftigte werde seinen Job behalten können, so die Generaldirektorin.
"Ich habe von Anfang an gesagt: Diese Kürzungen werden den ORF in seinen Grundfesten erschüttern, und ja: das Publikum wird es spüren", betont Thurnher. Zunächst treffe es jedoch das Personal, was "nichts mit der Qualität ihrer Arbeit zu tun" habe.
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