Kunigunde und Kunibert
Kunigunde und Kunibert
ritten einst auf einem Pferd.
In Samt gehüllt und edlem Zwirn
vom Morgenrot bis Abendgestirn.
Die Zügel hielten sie zu zweit,
ihr Pfad war fern, das Herz bereit.
Sie sprachen leis von Lieb und Mut,
von altem Land und jungem Blut.
Ein Falke zog am Himmel Kreise,
der Wind sang alte Minnelieder leise.
Und Kunibert, so still und stolz,
trug an der Brust ein Band aus Gold.
„O holde Maid, dein Blick ist wie Licht,
das selbst durch Sturm und Nebel bricht.“
Da neigte sie ihr Haupt ganz sacht
und sprach: „Mein Herz ist für dich gemacht.“
Durch Wälder ritten sie, durch Auen,
wo Veilchen aus den Schatten schauen.
Und jeder Schritt, so schien es gar,
war wie ein Vers, so sonnenklar.
So zogen sie durchs Land der Zeit,
zwei Seelen nah der Einigkeit.
Ein Pfad, ein Traum, ein ferner Ort
und Liebe, die nie geht mehr fort.
© Irmgard Behrend
ritten einst auf einem Pferd.
In Samt gehüllt und edlem Zwirn
vom Morgenrot bis Abendgestirn.
Die Zügel hielten sie zu zweit,
ihr Pfad war fern, das Herz bereit.
Sie sprachen leis von Lieb und Mut,
von altem Land und jungem Blut.
Ein Falke zog am Himmel Kreise,
der Wind sang alte Minnelieder leise.
Und Kunibert, so still und stolz,
trug an der Brust ein Band aus Gold.
„O holde Maid, dein Blick ist wie Licht,
das selbst durch Sturm und Nebel bricht.“
Da neigte sie ihr Haupt ganz sacht
und sprach: „Mein Herz ist für dich gemacht.“
Durch Wälder ritten sie, durch Auen,
wo Veilchen aus den Schatten schauen.
Und jeder Schritt, so schien es gar,
war wie ein Vers, so sonnenklar.
So zogen sie durchs Land der Zeit,
zwei Seelen nah der Einigkeit.
Ein Pfad, ein Traum, ein ferner Ort
und Liebe, die nie geht mehr fort.
© Irmgard Behrend