Pensionsantrittsalter: Wifo-Chef Felbermayr hält Erhöhung auf 67 Jahre für "unvermeidlich"

User Bild Männlich
jowi59
gefunden auf salzburg24.at
Eine Erhöhung des Pensionsantrittsalters von 65 auf 67 Jahre ist für Wifo-Chef Gabriel Felbermayr dringend geboten. Österreich könne sich von den Trends in den OECD-Ländern „nicht komplett abtrennen“, sagte er am Sonntag in der ORF-„Pressestunde“. Zugleich hält es Felbermayr für notwendig, dass bis zum Antrittsalter gearbeitet wird.
Wenn mehr Menschen in Arbeit stehen, zahlen sie auch mehr Sozialversicherungsbeiträge und spülen mehr Geld in die Pensionskassen – das ist Felbermayrs bereits bekannte Argumentation für ein höheres Antrittsalter. Ebenso bekräftigte der Wifo-Chef seine Position, das Antrittsalter automatisch an die immer höher werdende Lebenserwartung zu koppeln.
In seinen Vorschlägen für eine nachhaltige Reform des Pensionssystems sieht Felbermayr nicht zuletzt auch die Arbeitgeber-Seite gefordert. Man müsse nicht nur Anreize schaffen, dass Menschen länger arbeiten, sondern auch, dass Jobs tatsächlich existieren. Ein Bonus-Malus-System für Betriebe, für das sich etwa Arbeitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) einsetzt, hält der Wifo-Chef daher für eine „insgesamt gute Idee“. Allerdings dürfe dies nicht zu einer Benachteiligung von jüngeren Unternehmen führen.
NEOS-Sozialsprecher Johannes Gasser begrüßte die Aussagen Felbermayrs zum höheren Antrittsalter: „Angesichts der demografischen Entwicklung darf diese Frage kein politisches Tabu sein.“ Ein Nein kam hingegen aus dem ÖGB. Der Fokus müsse darauf liegen, „dass Menschen überhaupt gesund bis zum bestehenden Pensionsalter arbeiten können“, meinte Bundesgeschäftsführerin Helene Schuberth in einer Aussendung. Positiv bewertete sie Felbermayrs „vorsichtige Offenheit“ gegenüber einem Bonus-Malus-System für die Beschäftigung Älterer.
Auch Seniorenbundpräsidentin Ingrid Korosec (ÖVP) freute sich über die Aussagen zum Bonus-Malus-System und das Drängen darauf, das faktische an das gesetzliche Pensionsantrittsalter anzupassen. „Dafür müssen Menschen aber auch tatsächlich länger gesund in Beschäftigung bleiben können“, gab Korosec zu bedenken.
Lara1
Lara1
Na ja, wer keinen Job hat kann auch nicht länger arbeiten. Wäre es nicht sinnvoller, zu versuchen, auch für die Arbeitssuchenden einen Job zu schaffen? Natürlich auch für die, die gar nicht suchen.
Katerchen
Katerchen
Ganz so unsinnig ist diese Diskussion ja nicht. Die Menschen werden immer älter und die Pensionskassen müssen mehr bezahlen. Irgendwie muss eine längere Pension auch finanziert werden können.
User Bild Weiblich
Pesu07
Diese Diskussion, die es in anderen EU-Staaten schon gibt, bleibt auch bei uns nicht aus. Es wird wohl nicht nur bei der Diskussion bleiben.
Teddypetzi
Teddypetzi
Wer nicht viel arbeitet, kann locker so lange arbeiten, das ist aber nich bei jeden Beruf möglich, der Wifo-Chef Felbermayr kann von mir aus auch bis 80 arbeiten.
Teddypetzi
Teddypetzi
Wer nicht viel arbeitet, kann locker so lange arbeiten, das ist aber nich bei jeden Beruf möglich, der Wifo-Chef Felbermayr kann von mir aus auch bis 80 arbeiten.
© 2000-2026 GuteKueche-Team. All Rights Reserved.