Polizei mit Wünschelrute
Die Umweltschutzeinheit der Guardia Civil, Seprona, legte jetzt ihre Bilanz der Operation „Zahorí“ vor, wörtlich „Wünschelrutengänger“, bei der sie, gemeinsam mit den Wasserwirtschaftsämtern, von Oktober 2024 bis September 2025 - also noch mitten in der Dürre und weit vor den wochenlangen Regenfällen vom Jahresanfang - Jagd auf illegale Brunnenbauer und -bohrer, nicht genehmigte Speicherbecken sowie Umleitungen, manipulierte Wasserzähler und andere Methoden des Wasserdiebstahls machte. Danach wurden „spanienweit 941 illegale Infrastrukturen zur Entnahme und Speicherung von Wasser“ aufgedeckt, gegen 31 Personen und Unternehmen wurden in der Folge strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet sowie 217 Verwaltungsstrafen verhängt. Verfolgt wird nicht nur der reine Wasserklau, sondern, je nach Umfang und Umständen auch die „unrechtmäßige Aneignung öffentlicher Ressourcen“ und daraus resultierende Gewinne. Denn, so die Polizei fast schon philosophisch: „das Wasser gehört allen, aber nicht jedem“.