Tagesheiliger 18. September: St. Lantpert von Freising

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jowi59
Lantpert von Freising, auch Lambert oder Lantbert (* um 895 (?) in Ebersberg; † 19. September 957 in Freising) war der 13. Bischof des Erzbistums München und Freising. Seine Regierungszeit von 937–957 fiel in die Zeit der Ungarneinfälle, die das Bistum verwüsteten.
Lantpert stammte aus dem Geschlecht der Grafen von Ebersberg. In der Kurzbiographie seiner Wappentafel im Fürstengang auf dem Freisinger Domberg ist seine Herkunft beschrieben. Als er 937 zum Nachfolger Bischof Wolframs gewählt wurde, übernahm er das Bistum in einer Zeit der Bedrohungen. Ungarische Reiterscharen verwüsteten das Land mehrmals und plünderten Klöster und Kirchen. Der innere Frieden des Landes war durch den Aufstand Liudolfs 953–954 gegen seinen Vater König Otto I. gefährdet. Lantpert setzte sich für den Frieden ein und beteiligte sich nicht, wie der Salzburger Erzbischof Herold, am Aufstand gegen den König, sondern stand loyal zu ihm. Mehrmals besuchte er ihn in seinem königlichen Hoflager.

Mit der Niederlage der Ungarn bei der Schlacht auf dem Lechfeld 955 endeten die jahrzehntelangen feindlichen Übergriffe. 952 fand im Anschluss an den von Otto I. einberufenen Reichstag auf dem Lechfeld eine kirchliche Reformsynode statt, an der 25 Bischöfe aus Deutschland, Frankreich und Italien teilnahmen. Auch Lantpert war anwesend. Die Wirren der letzten Jahrzehnte hatten zu einem sittlichen und kulturellen Niedergang im Volk, im Klerus und in den Klöstern geführt. Die von der Synode beschlossenen Reformen zum Wiederaufbau und kirchlicher Erneuerung konnte Lantpert in seinem Bistum nur einleiten, zwei Jahre nach Wiederherstellung des Friedens verstarb er.
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