Warum der Gurt auf der Rückbank über Leben und Tod entscheidet

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jowi59
gefunden auf salzburg24.at
Vorne angeschnallt, hinten ungesichert: Der schreckliche Unfall in Nußdorf am Haunsberg, bei dem zwei Jugendliche starben, führt den Unterschied zwischen Leben und Tod im selben Wagen drastisch vor Augen. Ohne Sicherheitsgurt verpuffen modernste Schutzsysteme. Allein im Vorjahr hätten in Österreich 40 bis 50 Menschen überleben können, wenn sie angegurtet gewesen wären.
Bei dem fürchterlichen Unfall in Nußdorf am Haunsberg (Flachgau) kamen in der Nacht auf Sonntag der 17-jährige Lenker und sein gleichaltriger Beifahrer mit leichten Verletzungen davon. Beide trugen vorschriftsmäßig den Sicherheitsgurt. Für zwei Jugendliche auf der Rückbank (16, 18) endete die Fahrt tödlich, eine 18-Jährige überlebte schwer verletzt. Keiner der drei Passagiere im Fond war angegurtet. Beim mehrfachen Überschlag brachen die Scheiben, die Jugendlichen wurden mit voller Wucht aus dem Fahrzeug geschleudert.
Die Tragödie im Flachgau ist kein isolierter Einzelfall, sondern deckt ein systematisches Problem auf: „Vor allem auf der Rücksitzbank ist die Gurtmoral besonders schlecht“, warnte der Unfallsachverständige Gerhard Kronreif bereits in früheren Unfallanalysen gegenüber SALZBURG24. Die Gründe dafür sind trügerisch: Bequemlichkeit, die Fehleinschätzung des Risikos und der weit verbreitete Mythos, im Fond durch die Vordersitze automatisch geschützt zu sein. Wer nicht angegurtet sei, habe ein zehnfach höheres Risiko, tödlich zu verunglücken.
Ich hoffe, das ist ein Grund sich immer anzuschnallen.
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