Erster „Suderplan“ sammelt Wiener Grant

Katerchen
Katerchen
Granteln und Sudern gehört in Wien zum Kulturgut. Jetzt gibt es auch einen Wiener „Suderplan“. Das Start-up City Layers hat diesen erstellt, damit die Wienerinnen und Wiener dort anonym über „Öffis“, Radwege und Sonstiges schimpfen können.

„Überall in Ottakring liegt Müll zwischen den Autos. Hat euch keiner beibracht, wofür a Mistkübel gut is?“ Das ist nur eine von bisher mehr als 230 Meldungen auf dem ersten Wiener „Suderplan“. Ob die Bim zu spät kommt oder der Radweg zu schmal ist: Seit knapp zwei Wochen kann man dort seinen Ärger eintragen. „Der Wiener Grant gehört zu Wien, und wir haben uns gedacht: Warum nicht? Weil hinter diesen Sudereien steckt eigentlich viel über den Alltag der Wienerinnen und Wiener“, schilderte der Projektleiter Lovro Koncar-Gamulin im „Wien heute“-Interview.

Eintragen kann man seinen Ärger ohne Anmeldung und ohne persönliche Daten. Persönliche Anfeindungen und Beleidigungen werden laut den Betreibern herausgefiltert, alles andere wird veröffentlicht. Ob übermalte Graffiti oder Touristen, die nicht schauen, wohin sie gehen: Vom Frust der einen sollen andere profitieren.

Die Einträge sollen zunächst an Forscherinnen und Forscher an Universitäten gehen, als Methode der Bürgerbeteiligung. Auch Magistratsabteilungen, die Interesse haben, sollen die Daten bekommen. Alle drei Monate soll außerdem ein „Suderreport“ zeigen, worüber sich die Wienerinnen und Wiener aufregen. Der erste erscheint Ende des Jahres. (orf)

Ich glaube, das Auswerten der Einträge wird bestimmt sehr lustig.
Silviatempelmayr
Silviatempelmayr
Der die Beiträge bearbeiten wird darf sicher nicht zart beseitet sein, der wird einges zu lesen bekommen.
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