Der in Kasachstan gelegene nördliche Teil des Aralsees hat wieder einen ähnlichen Zustand erreicht wie vor Beginn der Austrocknung. Der Nordteil war vor zwanzig Jahren durch einen Damm vom Rest des Sees abgetrennt worden. So konnte sich das Ökosystem regenerieren, wie eine aktuelle Untersuchung zeigt.

Fische sind zurück
Durch die Wasserrückhaltemaßnahmen stieg der Wasserstand des Nord-Aralsees um zwei bis drei Meter an. Damit liegt der Wasserstand zwar weiterhin zehn Meter unter dem Ursprungszustand in den 1960er Jahren, doch die Wasserzunahme führte zu einer Halbierung der Salzkonzentration. Derzeit liege sie bei zehn Gramm pro Kilogramm, sagt der Gewässerökologe Tom Shatwell von der Technischen Universität Ostwestfalen-Lippe gegenüber ORF Wissen. Das entspreche etwa der Konzentration von vor Beginn der Austrocknung.

Für die Artenvielfalt habe das eine unmittelbar positive Auswirkung. Zuvor verschwundene Fischarten breiteten sich wieder aus. Der Nährstoff- und Sauerstoffgehalt sei in fast allen Schichten des Sees gut, heißt es. Sogar die Fischereiindustrie nahm wieder Fahrt auf.

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