Forum - "Baguette-Krieg"

 
Katerchen

Ein französischer Supermarkt wollte seinen Kunden mit einer Preissenkung eine Freude machen. Das ging nach hinten los. Schließlich geht's um Frankreichs "Heiligstes" – das Baguette. Von einer Kontroverse ums Brot.

Es ist ein Drama, wie es nur Frankreich schreiben kann. Seit gut einer Woche tobt ein Krieg in dem Land, so zumindest betiteln französische Medien das Geschehen – genauer: ein "Baguette-Krieg". Es geht um die Frage, was Frankreichs beliebtestes Brot eigentlich noch wert ist?

Ins Rollen gebracht hat die Debatte die Supermarktkette Leclerc und zwar mit einer simplen Preissenkung. Eigentlich ein Grund zur Freude, wie das Unternehmen dachte. Stattdessen hagelt es massive Kritik.

"Während das Know-how und die Qualität des französischen Baguettes von der Unesco anerkannt werden, werden die hervorragenden Leistungen der Landwirte, Getreideerzeuger, Müller und Bäcker, um die uns die Welt beneidet, verschleudert", wetterte der Agrarverband FNSEA. Statistisch habe der Durchschnittspreis für ein Baguette 2021 bei 90 Cent gelegen, neben den Mehlpreisen stiegen derzeit auch Energie- und Lohnkosten.

Komplett nachzulesen auf stern.de

Es ist natürlich klar, dass da der Bäckerverband und die Landwirte protestieren. Können Preissteigerungen doch nicht mehr zu gut begründet werden.

Schnellkoch_Bob

Das ist eine viel umfassendere Geschichte; wenn wir nichts tun, gehören Ackerland und Handel bald nur mehr Banken, Hedgefonds und Großkonzernen. Dazu empfehle ich eine Doku von ARTE (86 min):

https://youtu.be/ko4_GFPKGPs

snakeeleven

Der Leclerc-Chef hat es ausgerechnet , dass selbst wenn der Mehlpreis um 30 Prozent steigt, werde ein Baguette nur um einen Cent teurer.

Katerchen

snakeeleven, das ist richtig. Aber das dürfen die Menschen nicht erfahren sonst kann man die Preissteigerungen nicht mehr begründen.