Im Jahr 1540 wartete die Hitze nicht auf Juli und August. Bereits im Februar setzte in großen Teilen West- und Mitteleuropas eine außergewöhnlich trockene Witterung ein. Klimahistoriker um Oliver Wetter und Christian Pfister werteten mehr als 300 zeitgenössische Quellen aus einem Gebiet von zwei bis drei Millionen Quadratkilometern aus: Chroniken, Ernteaufzeichnungen, Weinlesedaten, Beschreibungen von Flüssen, Brunnen, Pflanzen, Bränden und Wetterverläufen. Ihr Ergebnis war so außergewöhnlich, dass sie von einer rund elf Monate dauernden „Megadürre“ sprachen – einer Trockenperiode, deren Ausmaß in Teilen Europas weit außerhalb dessen lag, was moderne Messreihen überhaupt abbilden können.

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