Forum - Der Veggie-Burger bleibt

 
Katerchen

Nach langen Verhandlungen zwischen dem Europäischen Parlament und den Regierungen der Mitgliedstaaten ist es nun beschlossene Sache: Bezeichnungen wie Veggie-Burger, veganes Schnitzel oder vegetarische Bratwurst dürfen weiterhin verwendet werden. Damit folgt der Kompromiss weitgehend der ursprünglichen Linie der Europäischen Kommission – und nicht den deutlich strengeren Forderungen aus dem Parlament.

Unternehmen befürchteten, ein Namensverbot hätte massive Folgen. Laut Branchenvertretern hätten allein Umstellungen bei Verpackungen, Marketing und Markenrechten Kosten in dreistelliger Millionenhöhe verursacht.

Selbst große Handelsketten und Gastronomieunternehmen stellten sich gegen das Verbot. Firmen wie »Aldi Süd«, »Lidl«, »Burger King« oder der deutsche Traditionshersteller »Rügenwalder Mühle« warnten davor, Verbraucher eher zu verwirren als zu schützen. Auch Verbraucherschützer sahen keinen echten Handlungsbedarf.

Die Diskussion war Teil eines größeren Gesetzespakets, mit dem die EU die Position von Landwirten gegenüber Supermarktketten stärken will. Gerade traditionelle Fleischproduzenten sehen sich durch den Boom pflanzlicher Alternativen zunehmend unter Druck. (falstaff)

Meinetwegen können die in Brüssel essen was sie wollen, bei mir ist eine Wurst aus echtem Fleisch.

snakeeleven

auch der Burger muss bei mir aus Fleisch sein

littlePanda

Finde ich schon spannend, wenn bei Verpackungen  weniger Inhalt ist oder sich die Zusammensetzung ändern, dann regen sich die Verbraucherschützer auf und sehen Handlungsbedarf, wegen Verbrauchertäuschung.

Wenn aber bei einem Burger, Schnitzel, Käse... nur als Zusatz steht, daß es sich um ein vegetarisches Produkt handelt, dann sind die Verbraucher plötzlich fähig zu lesen.

Ich habe kein Problem damit vegetarische Varianten zu erkennen, aber interessant finde ich schon, daß in einem Fall Konsumenten unfähig sein sollen und im anderen Fall nicht