Warum man das extra betonen muss, dass das etwas kostet. Wenn mein Auto kaputt ist und ich deshalb ein Taxi nehmen muss, zahle ich das auch selbst. Versicherungen werden wohl auch nicht einen durch Leichtsinn verursachten Schaden ersetzen wollen. Es wird ja keiner gezwungen, auf den Berg zu gehen. Wer das macht, soll selbst den Schaden zahlen.
Forum - Elf Tote in den Alpen
Gestern abend ist in Zell am See ein großes schneebrett abgegangen.
Weil keine Informationen darüber vorlagen, ob jemand verschüttet worden ist, wurde der Lawinenkegel von insgesamt 45 Bergrettungskräften der Ortsstellen Zell am See, Kaprun und Saalfelden mit Lawinenverschütteten-Suchgeräten, dem Ortungssystem Recco und von vier Hundeführern der Bergrettung abgesucht und sondiert. Kurz nach 21.00 Uhr stellte sich heraus, dass keine Personen verschüttet worden sind.
Das Schneebrett wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Variantenfahrer ausgelöst. Der Variantenfahrer dürfte nachher wieder aufgestiegen sein, hat den Lawinenabgang aber nicht gemeldet.
Auch wenn nach einem Lawinenabgang nichts passiert ist, soll der Abgang per Bergrettungsnotruf 140 gemeldet oder die Bergbahn darüber informiert werden, damit kein unnötiger Sucheinsatz ausgelöst wird.
Zur Zeit hört man jeden Tag etliche Male, wie Lawinengefährlich es ist.
Leider gibt es immer noch viele, die sich nicht von den warnungen beeindrucken lassen.
Ein mutwilliges Auslösung eines Schneebretts/Lawine, durch die Nichtbeachtung der Vorschriften sollte dazu führen, dass zusätzlich eine Strafe fällig wird.
Versicherungsprämien steigen nämlich für alle!
Nach elf Lawinentoten in den Alpen seit vergangenem Freitag wird die Frage der Bergungskosten aufgeworfen.
Die jüngsten Lawinen-Unglücke in den Alpen entfachen eine Diskussion um Konsequenzen. Trotz eindringlicher Warnungen hätten sich die Wintersportler ins freie Gelände gewagt und damit grob fahrlässig gehandelt, sagte die Tiroler Landesministerin für Sicherheit. Wenn Appelle nicht ausreichten, sei zu überlegen, welche zusätzlichen Maßnahmen notwendig seien. Erfahrungsgemäß ist es so, dass nur hohe Einsatzkosten, die verrechnet werden müssen, nachhaltig wirken. Auch Versicherungen müssten sich bei derartig grob fahrlässigem Verhalten beim Verursacher schadlos halten.
Nach Angaben des Österreichischen Alpenvereins kostet der Einsatz eines Hubschraubers für 40 Minuten zwischen 5.000 und 6.000 Euro. Dazu kämen noch die Kosten für die Bergretter, meist auch im vierstelligen Bereich, hieß es.
Viele sind verwundert über die Höhe der Rechnung“, sagte ein Versicherungsexperte. Im besten Fall könne die Rechnung dank der Versicherung des Verunfallten eingereicht werden. In Einzelfällen seien auch schon 15.000 bis 20.000 Euro an Bergungskosten angefallen. Jeder solle vor einer Tour im Hochgebirge seinen Versicherungsschutz unbedingt prüfen. Im Todesfall müssten in der Regel die Angehörigen die Rechnung übernehmen, so der Versicherungsexperte. (dpa)
Wer nicht auf die Warnungen hören will, muss zahlen. Entweder mit viel Geld oder mit dem Leben.