Forum - Ernährungsarmut

 
Pesu07

Etwa 12 Prozent der Österreicher waren im Vorjahr von moderater und/oder schwerer Ernährungsarmut betroffen. Das heißt, sie mussten sich bei der Versorgung mit Lebensmitteln bei der Qualität und/oder Quantität einschränken.

Rd 420.000 Personen fallen sogar in die Kategorie schwere Ernährungmängel. Sie mussten teilweise Mahlzeiten unfreiwillig ausfallen lassen oder hatten einen ganzen Tag nichts zu essen.

MamaMiau

Ende des Monats lasse ich auch schon mal ein Mittagessen ausfallen. Möchte nicht an der Qualität für das Fleisch für die Kinder sparen, daher löse ich das so. Ist in Ordnung, ich verhungere deshalb nicht.

Jasmin4you

Das ist ja ein Ding. Das sollte eigentlich in einem so reichen Land wie Österreich nicht passieren.

littlePanda

MamaMiau: das ist mit Ernährungsarmut aber nicht gemeint, wenn man mal eine Mahlzeit ausfallen läßt, weil man sonst zu jeder Mahlzeit nur hochwertiges Fleisch ißt.  So verstehe ich Deine Worte zumindestens, daß Du und Deine Kinder immer Fleisch zum Mittagessen braucht und daher gegen Monatsende mal ein Mittagessen ausfallen lassen mußt.

Maarja

Wenn ich mir im Supermarkt die Leute anschaue und was sie so kaufen, dann sind das gerade bei denen, die aussehen, als hätten sie wenig Einkommen ( da kann man sich natürlich täuschen) oft Fertigprodukte wie Chips, verpackte Wurstwaren, Getränkedosen, usw. 
Ich bin immer sehr misstrauisch gegenüber solchen Studien, die ignorieren, welche Entscheidungen Menschen treffen in dem ihnen möglichen Rahmen. Die Sozialleistungen in Deutschland und in Österreich wird es nicht viel anders sein, haben durchaus eine Höhe von der man sich gesund ernähren kann. Abstriche bei der Qualität macht ja fast jeder irgendwie. Oder kauft Ihr alles in Natur- und Feinkostläden?

sssumsi

Mein Gedanke war auch: Es gibt sicher Menschen, welche tatsächlich von Ernährungsarmut betroffen sind. Aber es kommt auch immer darauf an, wo die Prioritäten liegen. Generell geben die Menschen mehr Geld für elektronische Geräte aus, als für vernüftiges Essen. Aber ich bin auch sehr dankbar, dass ich nicht jeden Euro umdrehen muss bevor ich ihn ausgebe.

Lara1

Seid ihr eventuell schon auf die Idee gekommen, dass die wirklich Armen gar nicht in den Supermarkt einkaufen gehen? Die sind in den Soma-Märkten auf Schnäppchenjagd.

MamaMiau

Nein es gibt für die Kinder nicht immer Fleisch, aber wenn dann ist es hochwertige Bio-Qualität. Ich fürcht mich dass Medikamente aus der konventionellen Tierhaltung viel zu stark sind, für kleine Kinderkörper. Das ist mir wichtig, dafür lass ich mal ein Mittagessen ausfallen.

Bin sonst auch in Sozialmärkten und "rette" Lebensmittel mit einer App. Auch Brot und Gebäck kaufe ich NUR vom Vortag und vergünstigt.

Für Chips und anderen Süßkram fehlt mir das Geld. Zum Geburtstag, für Anlässe und Besuch wird selbst gebacken - das ist nicht günstiger, aber gesünder.