Der ehemalige Bürgermeister von Bologna, Virginio Merola, bezeichnete das Gericht öffentlich als "Fake News". Mit einer Social-Media-Aktion sammelte er Bilder von "Spaghetti Bolognese" aus aller Welt, nur um am Ende zu beweisen, dass dieses Gericht in Bologna so gar nicht existiert.

Was in Bologna tatsächlich serviert wird, heißt Tagliatelle al Ragù. Dabei handelt es sich nicht nur um andere Nudeln, sondern auch um eine andere Sauce mit kaum Tomaten. Und dieses echte Ragù ist sogar notariell geschützt und bei der Handelskammer Bologna hinterlegt.

  • Die Regeln der "Accademia Italiana della Cucina" für die traditionelle Zubereitung:
    Kräuter: Knoblauch, Oregano und Basilikum sind komplett verboten. Erlaubt sind lediglich Salz, Pfeffer und ein Hauch Muskatnuss.
    Tomate: Das Ragù ist eine Fleischsoße mit Tomatenhauch, keine Tomatensoße mit Faschiertem. Deshalb sollen auf 400 g Fleisch maximal 200 g Passata plus ein Esslöffel Tomatenmark kommen.
    Milch: Vollmilch macht das Fleisch zart und bindet die Säure.
    Kochzeit: mindestens zwei bis drei Stunden bei niedrigster Hitze.
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