Meine Mutter geht z. B. nicht zum Massentest, weil sie nur zu hause ist und wegen Covid nicht unter Leute geht. Soll sie jetzt zur Testung, um sich dort anzustecken? Sicher nicht.
Leute zu testen , die wegen Lockdown kaum soziale Kontakte haben ist Geldverschwendung. Sinnvoller wäre es, Lehrer, Pflegerinnen, Handelsangestellte engmaschig zu testen , also 1 bis 2 mal pro Woche . Da kommen dann übrigens auch andere Zahlen raus als o,5 Prozent.
Selbst wenn 100% zum einmaligen Massentest gehen würden, ist diese Momentaufnahme ziemlich sinnlos. Das müsste man dann 1 bis 2 mal wöchentlich machen. Weil ein Testergebnis ist nach einigen Tagen Schnee von gestern.
Die ?meisten? Österreicher sind schon in Sorge vor dem Virus, oder? Aber evt. weniger vor denen gesundheitlichen Folgen – sondern eher vor den möglichen sozialen und beruflichen Folgen.
man könnte hja vermuten: viele verweigern die Teilnahme, weil sie wissen, was dann auf sie zukommt, wenn sie -symptomlos- positiv getestet würden. Quarantäne in der Vorweihnachtszeit oder gar bis nach den Friertagen. Keine eigenhändig besorgten Geschenke, weniger Einkoimmen. Man hat gar keine Chance die Familie zu sehen, man könnte ja schliesslich massiv in Schutzkleidung zum Familienfest gehen ...
im Kurier fand ich interessantes dazu: Die Zahlen, die aus den Tests an die Öffentlichkeit dringen, sind schon geeignet, das eigene Gewissen zu beruhigen: Quer durch die Länder wird weniger als ein Prozent der Teilnehmer positiv getestet. Dass die Tests in großer zeitlicher Distanz zum Weihnachtsfest stattfinden und keine Sicherheit dafür bieten, die Oma unterm Baum nicht anzustecken, ist ein weiteres Argument. All das mag man – mit erhobenem moralischen Zeigefinger – verantwortungslos finden.
Überraschend ist das Verhalten nicht. Es entspricht der menschlichen Natur. (Dass die Teilnehmerzahlen dort steigen, wo man die Anmeldung abschafft, bietet einen weiteren Einblick in die menschliche Psyche.
Zuletzt bearbeitet von DIELiz am 14.12.2020 um 00:14 Uhr