Forum - KindergartenpädagogInnen

 
Billie-Blue

Eine Umfrage ergab, dass Kindergartenpädagoginnen derzeit an ihr Limit gelangen. Manche kündigen, andere leiden am Burn out. Kein Wunder, werden sie offensichtlich mit den Problemen völlig alleine gelassen.

Schon vor Corona gab es zu viele Kinder in den Gruppen und Personalmangel. Corona verschärft die Situation.

Zusätzlich zum Arbeitsalltag muss ständig geputzt und desinfiziert werden, die Kinder beim Hände Waschen unterstützen, Eltern müssen draußen bleiben , deshalb müssen zusätzlich die Kleinsten auch noch umgezogen werden. Auch bringen fast alle Eltern ihre Kinder trotz Lockdown in die Kindergärten, auch mit Husten und Schnupfen. Es sei offensichtlich, dass den Kindern fiebersenkende Medikamente verabreicht werden und tagsüber erkranken sie dann im kiga. Ruft man die Eltern an, muss man diskutieren. Auch dürfen keine MNS getragen werden, die Pädagoginnen haben ein hohes Risiko, sich zu infizieren.

Zudem gibt es oft zuwenig Desinfektionsmittel und Masken.

" Wir werden wie der letzte Dreck behandelt" meint im Standard Interview eine Elementarpädagogin. Auch die verlängerten Weihnachtsferien gelten nicht für den Kindergarten.

Ich möchte keine Kindergärtnerin sein. Und man sieht wieder einmal, wo gespart wird, bei den Kindern und den Pädagoginnen, während Konzerne absahnen.

Lara1

Es ist eine Schande. Die Politiker erhöhen sich ihre üppigen Gehälter.

Gespart wird bei den Alten, dem Pflegepersonal, auch bei den Ausgaben für den Gesundheitsbereich -

(warum wurden die Intensivbetten und das Personal nicht aufgestockt)

bei unseren Kleinsten - ob die dafür Verantwortlichen doch wieder gewählt werden?

colour67

Eine Freundin von mir arbeitet in einem Kindergarten und dort ist fast das gesamte Personal gleichzeitig an Corona erkrankt. Wundert mich nicht, wenn eine Betreuerin mit Husten tagelang Kinder betreut und dann Kollegen ansteckt. Wieviele Kinder erkrankt sind, weiß ich nicht. Meine Freundin hat exakt eine Maske bekommen... Es stimmt, dass vorher schon Personalmangel war. Man traut sich nicht einmal krank werden. Mich wundert nicht, wenn Viele ein Burnout bekommen und den Job an den Nagel hängen. Leider ist es auch so, dass meine Freundin gemoppt wird, weil langjährige MitarbeiterInnen bevorzugt werden, weil sie mit der Leiterin verbandelt sind, ständig Fehler suchen und sogar Fotos machen, weil es angeblich nicht sauber genug ist. 

alpenkoch

viele Berufe leiden unter Coronna nicht nur in Österreich. Dann kocht jedes Bundesland-Hort-Kita- etc sein eigenes "Sparen wir ein-Süppchen"

@ Lara1    weil eine Ausbildung nicht nur von März bis Dezember dauert. Nur Bett und keine Krankenshwester oder Pflegekraft funzt nicht - wie hier schon mehrmals geschrieben wurde