Forum - Kochen als Evolutionsschub

 
Billie-Blue

Der Homo Erectus bereits begann vor fast 2 Millionen Jahren Lebensmittel zu kochen. Dies war wahrscheinlich die Voraussetzung für die Entwicklung des Homo Sapiens.

Durch Kochen wurden nicht nur Keime abgetötet, die Nahrung wurde leichter verdaulich und Nährstoffe konnten besser aufgenommen werden, was die Entwicklung des Gehirns förderte.

In Europa begann man vor ca. 150 000 Jahren in der mittleren Altsteinzeit zu kochen und eine Esskultur zu entwickeln. Dadurch wurde das Gebiss kleiner und eine nuanciertere Sprache möglich. Die gemeinsamen Mahlzeiten rund um die Feuerstelle förderten das menschliche Zusammenleben und spielten so eine große Rolle bei der sozialen Entwicklung.

Mit Rohkost hätte sich der Mensch wahrscheinlich nicht so gut entwickeln können oder wäre sogar ausgestorben. Als einziges Lebewesen mit gekochter Nahrung brauchen wir nur knapp 5 % der Wachzeit mit Essen, während andere Primaten 50% der Zeit mit Nahrungsaufnahme verbringen.

Dass der entscheidende Evolutionsschub durch das Kochen ausgelöst wurde, finde ich sehr interessant. Wahrscheinlich ein Grund, warum wir uns auch heute noch so gerne damit beschäftigen.

Lara1

Ein sehr interessanter Beitrag, Danke.

Es ist auch in der heutigen Zeit noch einiges von den Ur-Genen im Menschen vorhanden. Das gemeinsame Essen ist sehr wichtig für die Gemeinschaft. Die Romantik eines Lagerfeuers, gemeinsam grillen - wirklich entspannend.