Das klingt mal wieder nach einer Schnapsidee. Wer kontrolliert denn, ob die Meldungen auch stimmen?
Forum - Lebensmittelverschwendung: Meldepflicht für Supermärkte
Wieder so eine zahnlose Vorschrift
Ich glaube schön langsam, die "letzte Generation" sitzt bei uns im Parlament.
Ich bin mir schon langsam nicht mehr sicher 😜
Manche befürchten, dass durch den organisatorischen Aufwand dadurch die Lebensmittelpreise noch weiter steigen.
Was mir jemand erzählt hat: Samstag , kurz vor 17 Uhr, also mehr als eine Stunde vor Geschäftsschluss räumte eine Verkäuferin in der Brotabteilung das ganze Gebäck in einen Müllsack und meinte noch freundlich zum Kunden: Wollen sie noch etwas? Ich muss das jetzt wegräumen, weil ich die Boxen säubern muss. Auf Nachfrage, landet der Sack mit frischem Gebäck im Müll. Da fragt man sich schon, warum das nicht billiger abverkauft und der Rest gespendet wird. Ich befürchte nur, das wird niemand melden.
Heute habe ich im Radio gehört, dass die Supermärkte für 9% der weggeworfenen Lebensmittel verantwortlich sind. Wo sind die restlichen 91%?
Das ist wieder so eine Idee von Leuten, die keine Ahnung wie das umgesetzt werden soll. Und was dann, was macht das Umweltministerium mit den Daten? Oder brauchen sie einen Grund um neues Personal einzustellen, damit sich jemand um die ganzen Zahlen kümmert?
Sinnvoller würde ich es finden, wenn mehr Anreiz geschaffen wird um die Lebensmittel zu spenden.
Bei uns im Ort wurde vor einem Jahr eine foodsharing Hütte aufgestellt, wo man Lebensmittel teilen kann, da kommen auch sehr viele Lebensmittel aus den beiden Supermärkten im Ort hinein und jeder kann sich etwas mitnehmen, oder dazu geben. Es gibt auch einen Kühlschrank.
Dafür verantwortlich, dass so viele Lebensmittel im Müll landen sind aber schon die Kunden.
Wenn alles bis zur letzten Minute noch vorhanden sein muss, und am nächsten Morgen wieder frische ware im Regal sein muss, dann ist meiner Meinung der Fehler beim Kunden.
Supermärkte müssen künftig beim Umweltministerium melden, wie viele Lebensmittel sie wegwerfen oder spenden. Das ist die Folge der heute beschlossenen Novelle des Abfallwirtschaftsgesetzes im Nationalrat. Die Meldepflicht für Händlerinnen und Händler gilt ab dem vierten Quartal ab einer Verkaufsfläche von 400 Quadratmetern bzw. ab fünf Verkaufsstellen. Sie soll laut Ministerin Leonore Gewessler „klarer Anreiz zu spenden“ sein und so Lebensmittelverschwendung minimieren.
Solange es nur eine Meldepflicht gibt und daraus keine Konsequenzen, bleibt alles so wie es ist. Nur der Verwaltungsaufwand wird höher.
Zuletzt bearbeitet von Katerchen am 25.05.2023 um 06:08 Uhr