In Kärnten, nahe des Ossiacher Sees, liegt der einzige Standort in Österreich bzw. der Ostalpen, wo die hübsche Frühlingslicht- oder Lichtmessblume vorkommt.

Am Fuße der Niederdorfer Wand, ein Südhang der Gerlitzen und oberhalb der Julienhöhe ist die Frühlingslicht- oder Lichtmessblume (Colchicum bulbocodium) zu finden. Dort hat man ab Ende Februar, wenn rundum oft noch Schnee liegt und der Ossiacher See sein Eiskleid trägt, die Chance, diese so seltene Pflanze in voller Blüte zu sehen. Eine spezielle Kleinklimazone ermöglicht der Pflanze den optimalen Standort: die Höhenlage über der Nebelgrenze und ein wärmender Luftpolster durch die überhängenden Felsen. In größeren Beständen kommt sie noch in den Walliser Alpen (Schweiz) und im ungarisch-rumänisch-ukrainischen Grenzgebiet vor. Der Fundort in Kärnten wurde erst im Jahr 1911 entdeckt. Das etwa 2 ha große Areal steht gänzlich unter Naturschutz und wird vom österreichischen Naturschutzbund betreut.