Forum - Lockdowns haben kein einziges Leben gerettet 2.0

 
Maarja

Auf der Internetseite der Zeit ist ein langer Artikel, der sich mit der Studie beschäftigt.

Es gibt viel Kritik. Es ist wohl so, dass sich die Studie lediglich mit der Frage beschäftigt hat, ob staatlich verordnete Lockdowns mehr Effekt als freiwillige Lockdowns haben.

Zudem bezeichnen die Autoren die Studie als Meta-Studie obwohl sie nur wenige Studien überhaupt verwendet (24, darunter auch nicht evaluierte Arbeitspapiere) und die besonders aussagekräftigen ignoriert haben. Es wurden außerdem alle Studien ausgeschlossen, die Fälle, Krankenhausaufenthalte oder andere Messgrößen verwenden

Alle drei sind wirtschaftsnah und haben bereits seit langem eine Meinung zu dem Thema, die Motivation gewesen sein dürfte.

Außerdem ist es keine Studie der John-Hopkins-Universität, sondern wurde lediglich auf der Seite eines Mitarbeiters veröffentlicht, im Eigenverlag, wodurch das in der Wissenschaft übliche Prüfverfahren umgangen wurde. Es steht der Vorwurf im Raum den guten Namen der Universität mißbraucht zu haben

 

 

 

Lara1

Dann hat diese Internetseite auch herausgefunden, dass

  • die Wirtschaftstätigkeit erhöht wurde
  • die Arbeitslosigkeit verringert
  • die Schulbildung erhöht
  • keine politischen Unruhen verursacht
  • die häusliche Gewalt verringert

Beachtlich, diese Studie.

 

xblue

vielen, vielen Dank für deine Recherche

liebe Maarja

 

Katerchen

Maarja, vielen Dank für die Informationen.  In dem Zusammenhang fällt mir der bekannte Spruch mit der Statistik ein: Traue keiner Statistik, die du nicht….

Es ist immer entscheidend wer eine Studie in Auftrag gibt.

Maarja

Gerne ☺️ ja es ist schon wichtig, kritisch zu bleiben. Studien hinterfrage ich grundsätzlich. Das muss man auch, wenn man die Erkenntnisse daraus nutzen will 

Maarja

Sorry, @lara1, das war nichts gegen Dich. Ich schaue mir halt gerne alles gründlich an, egal um was es geht 

alpenkoch

hallo Maarja, auch ich bedanke mich  

Lara1

Update vom 31.05.2022

Studie der Johns Hopkins Universität zeigt keinen Nutzen für Lockdowns und zerlegt Faktenchecker

Im Januar dieses Jahres veröffentlichte das Johns Hopkins Institute for Applied Economics, Global Health and the Study of Business Enterprise ein Arbeitspapier, aus dem eindeutig hervorging, dass Lockdowns in der ganzen Welt keinen Einfluss auf die Covid-19-Sterblichkeit hatten. Es wurde von den „Faktencheckern“ und den einigen Professoren des Imperial College London, die für ihre grottenfalschen Prognosen bekannt sind, scharf angegriffen. Die Studie wurde jetzt nach Begutachtung veröffentlicht und zerlegt auch die Behauptungen der Faktenchecker.

Die Studie wurde von den Wirtschaftswissenschaftlern Jonas Herby, Lars Jonung und Steve H. Hanke verfasst und liegt nun in seiner endgültigen Fassung vor. Sie trägt den Titel „A LITERATURE REVIEW AND META-ANALYSIS OF THE EFFECTS OF LOCKDOWNS ONCOVID-19 MORTALITY – II“ (EINE LITERATURÜBERSICHT UND META-ANALYSE DER AUSWIRKUNGEN VON ABRIEGELUNGEN AUF DIE STERBLICHKEIT BEI COVID-19 – II).

Der Anhang entkräftet nicht nur alle Behauptungen der Faktenchecker, sondern die Autoren zeigen auch, dass sie nicht auf dem Verständnis des Papiers beruhen (in der Tat sieht es so aus, als hätten die „Faktenprüfer“ es meist nicht einmal gelesen), sondern auf oberflächlichen und weitgehend irrelevanten „Kritiken“, die von einem „Faktencheker“ und einem Medienorgan nach dem anderen blindlings wiederholt wurden.

A-Systematic-Review-and-Meta-Analysis-of-the-Effects-of-Lockdowns-of-COVID-19-Mortality-II

Das Paper ist jedenfalls eine Leseempfehlung für Juristen und Verfassungsrichter. Damit könnten sie sich bei Urteilen auf wissenschaftliche Erkenntnisse stützen statt auf die falschen Behauptungen von Politikern und der Ministeriumsbürokratie. Wenn Lockdowns schon generell keinen Nutzen bringen, dann Lockdowns für Ungeimpfte offensichtlich noch mehr.

Billie-Blue

Ich kenne weder Studie noch Gegenstudie. Es geht auch nicht primär um diese Frage. Denn um Menschenleben zu retten, kann man nicht eine ganze Wirtschaft ruinieren.

Wenn ein Lockdown damit gerechtfertigt wäre, dass Menschenleben gerettet werden, müsste man genau genommen einne Dauerlockdown verhängen.Denn wenn keiner auf den Berg klettern darf, keiner Motorrad oder Auto fährt, keine Krankheiten verbreitet werden, dann werden logischer Weise  Menschenleben gerettet. Trotzdem kommt keiner auf die idiotische Idee , alle dauerhaft einzusperren, damit ihnen nichts passieren kann.

Dass die psychischen Folgen der Lockdowns groß sind ist allgemein bekannt, genauso wie die wirtschaftlcihen Folgen. Da gibt es Zahlen und Fakten.

Allerdings ist die Diskussion eher sinnlos, da es Vergangenheit und somit nicht mehr zu ändern ist. Jetzt kann man getrost in die Zukunft schauen.

Weitere Lockdowns wird es wohl auch dann nicht mehr geben, wenn Zahlen ansteigen würden. Denn das kann sich der Staat kaum mehr leisten.

 

 

 

 

Maarja

Ich fände es schön, wenn man einfach einmal diskutieren könnte, einfach Meinungsaustausch. Ich finde Deine Gedanken zum Thema einen ziemlich guten Ansatz dafür. Leider habe ich die Hoffnung darauf aufgegeben. Dieses Forum wird bei bestimmten Themen fast ausschließlich durch sogenannte wissenschaftliche Studien dominiert. Immer ein ähnliches Muster:

Name einer berühmten Universität, in der Regel distanziert sich die Uni oder manchmal sogar der Verfasser selbst (wie bei der Oxford-Studie)

Man findet die Themen stets auf dubiosen Seiten, bei Facebook oder, wie in diesem Fall Twitter, oder einem Blog

Es kommt ein Schwall an Worten, oft noch auf englisch, um dem Ganzen den Anstrich von Klugheit zu verleihen, nehme ich an

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