Forum - Mit gutem Immunsystem schlechterer Coronaverlauf

 
Billie-Blue

Im Ö1 Morgenjournal hat der Wiener Infektiologe Christoph Wenisch auf das Argument der Impfverweigerer , sie hätten eh so ein gutes Immunsystem folgendes geantwortet:

Bei einer Corona Erkrankung sei ein gutes Immunsystem sogar "anscheinend schlecht für den Verlauf"

Ein gutes Immunsystem reagiert demnach mit einer Überreaktion, was eine Überentzündung auslöst. Diese muss man behandeln, indem man das Immunsystem des Patienten mit Kortison schwächt.

Ich weiß nur, dass dies bei der Spanischen Grippe der Fall war, weswegen  vor allem die Jungen und Gesunden daran gestorben sind. Alte waren kaum betroffen.

Jetzt ist es umgekehrt. In Deutschland sind seit Beginn der Pandemie bis zum 15. September  92 857 Menschen gestorben.

Der Großteil der Verstorbenen hatte aber schon die durchschnittliche Lebenserwartung erreicht bzw. überschritten. Das heißt dass 60. 474 Personen über 80 waren.

Andererseits sind nur 3057 der mit Corona Verstorbenen unter 50 Jahre gewesen.

Dies passt mit der Aussage des Experten absolut nicht zusammen.

Ich bin Impfbefürworterin, aber ich finde, man sollte trotzdem mit seriösen Mitteln arbeiten, um die Menschen zum Impfen zu bewegen. Dazu würde auch gehören, dass man Statistiken veröffentlicht, aus denen wir klar erkennen können, wie die Lage z.B. nach Alter aussieht. Ich bilde mir meine Meinung nämlich gerne aus Tatsachen.

 

Zuletzt bearbeitet von Billie-Blue am 19.09.2021 um 10:32 Uhr

Zwiebel

Ein guter Beitrag, Billie blue, ich stimme dir zu. Fakten wären gut, weniger Hetze. Dann würden auch weniger Leute auf stur schalten. 

Kresse69

 Was mich an euren Beiträgen echt schockiert ist, das 60.474 Coronatote über 80 und 3057 an Corona Verstorbenen unter 50 Jahren für euch nur noch Zahlen sind, null Empathie von eurer Seite zu spüren ist und die Toten unter 50 auch noch mit "nur" angegeben werden. Echt erschreckend, das Zahlen wichtiger sind als das Schicksaal der Toten und das diese aufgrund der hohen Zahlen in der Pandemie sogar kein Gesicht mehr haben. Dies sagt sehr viel über den Zustand einer Gesellschaft aus. Auch das erschreckt mich immer mehr. Als Asthmatiker weiß ich, wie es ist, keine Luft zu bekommen. Ihr habt denke ich null Vorstellung davon, weshalb für euch die Verstorbenen nur Zahlen sind.  

moga67

 Kresse69  - ich glaube nicht das Billie-Blue und Zwiebel "nur die Zahlen" sehen!
Aber die Menschen die verstorben sind, bekommen erst dann ein Gesicht wenn man sie kennt. Jeder einzelnes Schicksal ist eine Tragödie für sich, für die Sterbenden und für die Angehörigen. Verabschiedungen via Smartphon, Angst vor dem Tiefschlaf, Angst vor dem vielleicht " nie mehr wiedersehen".Egal ob 100 Jahre oder 1 Tag,  jeder Mensch hat Menschen die sich änstigen und sich Sorgen machen.
Diese Pandemie macht etwas aus uns Menschen, oft kommen tiefe Abgründe hervor und trotzdem dürfen wir unsere Menschlichkeit ncht vergessen! Das gilt aber nicht nur bei den Zahlen für die Toten in Zeiten Coronas, es gilt auch für Kriege, Unfälle, Unglücke... Jeder einzelne Tote ist ein Mensch, mit Menschen im Hintergrund und mit dem Ableben dieses einen Menschen verändert sich das Leben der Hinterbliebenen!

Lara1

 @Kresse69: Sehr gut geschrieben, Thema verfehlt.

Schlecht für dich. daß du weisst, wie es ist keine Luft zu bekommen - weiß ich allerdings auch. 

Im Beitrag von Billie-Blue geht es um das Immunsystem, daß Menschen verstorben sind - und auch weiter welche sterben werden (in Österreich täglich 230 - 240 Personen) ist der Tatsache geschuldet, daß kein Mensch ewig lebt.

Viel erschreckender ist für mich, daß bei manchen Menschen die eigene Panik so groß ist, daß sie das Leiden (z.B. von Kindern, die psychisch krank werden durch die Massnahmen) überhaupt nicht wahrnehmen.

 

jowi59

Ich habe wahrscheinlich ein gutes Immunsystem weil ich schon Jahrzehnte nie krank wurde, hatte aber Corona mit einem sehr leichten Verlauf den ich eigentlich gar nicht bemerktv hätte ohne positiven Test.

Raptor

 Lara1 - erwartest du eine Explosion der Corona-Infektionen dass du von 230 - 240 Todesfällen täglich

redest? Am Höhepunkt der letzten Welle waren es 123 am 03.12.2020! Die letzten 30 Tage gab es zwischen

2 und 9 Toten pro Tag, also weit weg von über 200! Was willst du uns damit sagen?

Lara1

@Raptor, bitte lesen: es sterben jeden Tag 230-240 Personen in Österreich. Wie kommst du auf Corona?

Billie-Blue

Kresse69, du hast meinen Beitrag leider absolut nicht verstanden oder wahrscheinlich eher nicht verstehen wollen. Denn so kompliziert ist der Inhalt nun doch nicht.

Trotzdem noch mal kindgerecht erklärt:

Es geht in meinem Beitrag darum, ob ein gutes Immunsystem den Verlauf der Erkrankung verschlechtert, nicht darum, ob es traurig ist, wenn jemand stirbt.

 

Bei der Spanischen Grippe starben fast nur Leute unter 30 Jahren. Alte hingegen kaum. Erklärung: Das Virus war so beschaffen, dass es gerade bei jungen und gesunden Leuten eine überschießende Immunreaktion auslöste, deshalb starben mehr junge als alte Menschen.

Bei Corona ist es umgekehrt.

Deshalb passt die Aussage des Mediziners nicht zu der Sterbestatistik. Wenn ein gutes Immunsystem verantwortlcih wäre für einen schlechten Verlauf, müsste die Statistik eher wie bei der spanischen Grippe aussehen.

Dass es immer traurig ist, wenn jemand stirbt braucht man nicht extra zu erwähnen, das ist doch hoffentlich klar.

Ich werte es als positiv, dass nur 3057 Menschen unter 50 Jahren gestorben sind und nicht 60 000 Menschen. Denn das würde mir große Sorge bereiten. Für die 3057 ist es tragisch.

Wenn nur einer an Corona gestorben wäre, dann  wäre es für die eine Person genauso schlimm, als wenn 1 Million daran stirbt.

 

 

 

MaryLou

 Klingt recht dramatisch-60.000 Coronatote über 80jährige. Aber wieso wird auch hier so dramatisiert. Wir leben nicht in Deutschland, also klingen die Zahlen für uns recht schlimm. Auch eine Art gewollte "Pankikmache".

 

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