nochmals Hopsi-Sparbücher der Commerzialbank

AllBlacks
AllBlacks

Weil immer wieder falsches und halbwares in diversen Medien herumgeistert... nachstehende Info habe ich von einem befreundeten Filialleiter einer anderen Bank:



Diese Bücher wurden zumeist nicht vom Kind eröffnet, sondern von den Eltern und lauteten auch auf die Namen der Eltern. Da die Einlagensicherung maximal 100.000 Euro pro Kunde/Einleger ersetzt, werden alle Konten/Sparbücher jedes Einleger zusammengerechnet, dh er bekommt nicht pro Konto maximal 100.000 sondern insgesamt.

Die Hopsi-Sparbücher sind im Verhältnis zu den anderen Konten ein sehr kleiner Anteil der gedeckten Einlagen. Auf vielen solchen Sparbüchern liegen nur minimale Beträge. Es gibt nur einen Fall, in dem ein Hopsi-Sparbuch nicht gesichert ist: Das Buch lautet zB auf den Vater. Der geht zur Einlagensicherung und will die 231,50 vom Hopsi-Sparbuch für den armen kleinen Sohn ersetzt haben. Leider hat Papa sich für seine üppigen Kontoguthaben drei Tage zuvor schon 100.000 von der Einlagensicherung geholt. Somit bekommt der Sohn für sein Hopsi-Buch - das rechtlich dem Vater gehört - nichts mehr.

Vielleicht könnte aber auch der Vater von seinen 100.000 Euro dem Sohn die 231,50 geben? Hmm. Das sind wirklich die drängenden Probleme, mit denen sich der Finanzminister auseinandersetzen muss.

99% alles Hopsis werden entschädigt. Der Rest sind Einzelfälle wie oben, weil eben schon 100.000 bezahlt wurden.

Pannonische
Pannonische

Was ich so in meinem Bekanntenkreis höre, hat die Überweisung (unter 100.000) problemlos funktioniert und sie hatten (wegen der Einlagensicherung) binnen 2 Tagen ihr Geld am neuen Konto einer anderen Bank. Die Freunde und Verwandten des Herrn Pucher sind aber zu tiefst enttäuscht worden und trauen sich teilweise gar nicht aus ihre Häusern.

Billie-Blue
Billie-Blue

Aber das üppige Kontoguthaben ist das Eigentum des Vaters. Natürlich wird er dem Sohn das Geld ersetzen, für die Familie insgesamt ist es trotzdem verloren. Man kann nicht sagen, weil der Vater eh 100000 bekommen hat, sind die 231,50 egal. Es ist verlorenes Geld und der Vater hat vielleicht noch mehr verloren.

 

cassandra
cassandra

Mag sein, aber trotzdem finde ich es schrecklich, wenn alles über 100.000 EUR einfach futsch ist.

MaryLou
MaryLou

Naja, das ist dann was anderes. Derjenige der 100.000 schon ausbezahlt bekommen hat will also noch mehr.

Er wollte eigentlich nur auf Nummer sicher gehen und hat ein 2. Konto oder Sparbuch eröffnet. 

Das ist aber schade wenn er seinem Kind nicht vertraut und auf seinen eigenen Namen Geld anlegt.

moga67
moga67

Die 100.000 Euro Einlagensicherung für jeden Sparen war ja von Anfang an klar - die Frage der kleinen Sparer, auf deren Namen das Sparbuch auch lauten musste, aber nicht!  Trotzdem ist der Betrug an den Sparer das Grundübel und nicht "arme" Hr Pucher, der draufzahlt! Der gehört für mich lebenslang ins "Häfen"!!!