Genuss heute bringt einen Olivenöltest:

Viele Olivenöle sind nicht vegan
Auch wir wussten vor unserer Recherche nichts davon: In großen Plantagen werden bei der nächtlichen maschinellen Ernte Geräte eingesetzt. Diese wirken wie riesige Staubsauger und saugen alles aus den Baumkronen ein.

Nicht nur Oliven, sondern auch schlafende Vögel und Insekten. Teilweise werden die Tiere zusammen mit den Oliven gepresst. So sind Federreste und organische Rückstände unweigerlich Teil des Produktionsprozesses.

Aufgrund des massenhaften Tods von Vögeln bei der Olivenernte dürfen viele Öle nicht die Kennzeichnung „vegan” tragen.
Diese grausamen Erntemethoden führen dazu, dass allein in Spanien jährlich rund 2,6 Millionen Vögel sterben, darunter viele Zugvögel und bedrohte Arten. 

Für den Genießer bedeutet das zudem eine geschmackliche Katastrophe. Sobald die Oliven bei diesem rabiaten Vorgang verletzt werden, beginnt der Gärungsprozess. Der Säuregehalt schießt in die Höhe. 

Während die EU für „Nativ Extra“ einen Säuregehalt von bis zu 0,8 % erlaubt, liegt die wahre Grenze für Spitzenqualität bei 0,3 %. 

Wer etwas dagegen tun möchte, sollte auf Olivenöl aus Kreta oder kleinen Familienbetrieben zurückgreifen. Bei der vogelfreundlichen Ernte werden die Oliven tagsüber von Hand oder mithilfe von Auffangnetzen geerntet. Sodass Vögel, Wildtiere und selbst die Oliven verschont bleiben.

Unser Fazit: Mit irreführenden Gütesiegeln wie Nativ Extra werden Verbraucher hinters Licht geführt. Von den geschmacklichen Abgründen und dem Tierleid einmal abgesehen, stellen die mangelhaften Olivenöle ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko dar.