Eine Studie in Osaka hat ergeben, dass bei Olympischen Spielen komplett ohne Zuschauer insgesamt Erlöse in Höhe von 19 Milliarden Euro ausfallen. Einerseits gehen die Ticketeinnahmen verloren, andererseits stehen all die neugebauten Hotels leer, und rund um die Spielstätten fällt der Konsum aus und Werbeaktivitäten gehen zurück.

Und dann sei da noch der entgangene Effekt, der dadurch entstanden wäre, dass Gäste, die nach Japan kommen, daheim davon erzählen würden, wie schön es in Japan war. Das wäre ein indirekter Werbeeffekt, durch den sich später noch mehr Menschen für Tourismus nach Japan interessieren würden. Und der geht auch verloren.

Außerhalb von Tokio scheint man die Hoffnung auf Besucher schon komplett aufgegeben zu haben. Im zentraljapanischen Niigata, wohin die Olympia-Touristen womöglich für einen Abstecher nach Ende der Spiele gekommen wären, machte im Frühjahr das erste Hotel damit Schlagzeilen, sein Geld nun anders verdienen zu wollen. Mittlerweile vermietet man Zimmer als Studentenwohnheim. Inklusive Strom, Warmwasser und Internet sollen die Studis im Monat 46.000 Yen zahlen, also ungefähr 355 Euro. - Mit Touristen wären dies in etwa die Einnahmen pro Woche gewesen.

Diese Spiele werden jedes Mal pompöser veranstaltet, auch da ist ein ungesunder Gigantismus zu sehen. Und wenn dann so Etwas wie diese Pandemie ausbricht erwachen die Meisten. Hoffentlich.