Forum - Pflegekrise: Doppeltes Personal gesucht

 
jowi59

gefunden auf: https://salzburg.orf.at/stories/3219654/

Allein zur Betreuung aller Salzburger Senioren müsste sich die Zahl der Mitarbeiterinnen binnen zwei Jahrzehnten verdoppeln. Zudem macht der am Freitag präsentierte Sozialbericht des Landes deutlich, dass bereits jetzt die vorhandenen 2.275 Vollzeitarbeitskräfte zur Betreuung der 5.100 Plätze in Salzburger Seniorenheimen nicht reichen.

Das ist ein Ding der Unmöglichkeit. Wo sollen die herkommen.

Da wurde schon lage vieles versäumt.

 

Familienkochbuch

es wird, wie vieles, unter anderem am gehalt liegen. außerdem ist das image von pflegeberufen nicht besonders gut, es fehlt an der wertschätzung.

Ullis

Es fehlt immer mehr an Menschlichkeit! Alles muss produziert und vorangetrieben werden, Menschen müssen zum Mond fliegen und noch teurere Autos müssen gebaut werden. Und das Wichtigste soll mal so eben nebenbei versorgt werden: unsere Eltern und Großeltern. 
Ich verstehe es einfach nicht, das eine Person so schlecht bezahlt wird, die eine  so kostbare Aufgabe übernehmen. Es ist wirklich eine Schande, das hier nicht mehr Wertschätzung stattfindet. Generell in allen sozialen Bereichen sollte es bessere Gehälter geben!

Billie-Blue

Liegt es wirklcih nur an mangelnder Wertschätzung und einem zu geringen Gehalt?

Der Beruf wäre auch für mich nie eine Option gewesen, auch bei einem hohen Gehalt. Ich habe ziemlich jung geholfen, Angehörige zu pflegen bzw. habe ich oft welche im Seniorenheim besucht. Ich finde die Atmosphäre in einem Seniorenheim muss man auch einmal ertragen können. Und fremde Leute pflegen ist eine Herausforderung. Wo sollen so viele herkommen, die bereit sind, diesen Beruf über viele Jahre auszuüben?

Maarja

In Deutschland ist die Lage ja ähnlich. Mich würde es abschrecken, wieviel man heute dokumentieren muss. Dient der Qualitätssicherung, ist aber auch etwas, das Pflege auf bestimmte Handlungen reduziert. 

littlePanda

Ich denke auch, daß Bezahlung alleine das Problem nicht lösen wird, obwohl eine gute Bezahlung natürlich Teil der Lösung sein muß.

Aber viel wichtiger ist Wertschätzung für diesen Beruf. Ich könnte es nicht und bekomme immer wieder  Wut im Bauch, wenn ich mitbekomme wie Angehörige teilweise mit Pflegepersonal umgehen. Einmal habe ich ein besonders unfreundliche Dame zur Rede gestellt und dafür einen dankenden und einen was-geht-Sie-das-an-Blick geerntet