Interessant.. mich würde interessieren, wie sie zu der Annahme kamen, dass radon gesund sei.
Ich habe zu dem Thema noch folgendes interessantes gefunden:
"Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Radon in der Atemluft die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs nach dem Rauchen darstellt. Europaweit werden diesen Studien zufolge rund neun Prozent aller Lungenkrebstodesfälle durch Radon in Wohnräumen verursacht."
Durch das Fußröntgengerät Pedoskop bin ich auf das Thema gestoßen, dass man ab etwa 1900 dachte , dass Radon gesund sei.
Es wurde in der Rehabilitaion nach schweren Verletzungen oral verabreicht.
Ein Mittel namens " Radithor" - dreifach destilliertes Wasser mit Radon in kleinen Fläschchen - wurde zu einem hohen Preis als Heilmittel verkauft. Es wurde in den 1920er Jahren in finanzstarken Kreisen ein beliebtes " Wundermittel" zur Tumor-Prophylaxe und nach Verletzungen. In Wahrheit löste es Krebserkrankungen im Kopf-, Hals- und Rachenbereich aus. Erst als ein Mitglied der amerikanischen High Society qualvoll daran zugrunde ging, verschwand es vom Markt.
1920 kam auch der "Revigator" in Mode, mit welchem man radioaktives Radon-Gas ins Trinkwasser pumpte und damit ein prickelndes, angeblich gesundes Getränk genießen konnte.
Noch 1965 brachte die "Ionic Research Foundation" einen Apparat auf den Markt, der die Verstrahlung des Trinkwassers perfektionierte. Man pumpte damit Radon 222 ins Wasserglas.
Haben deine Vorfahren so etwas verwendet, ist dir das bekannt? Ich habe davon nie zuvor etwas gehört und finde das alles ziemlich merkwürdig.