Forum - Russische Auto von Strafgefangenen?

 
Katerchen

Russlands größter Autohersteller Awtowas will staatlichen Angaben zufolge Lücken in seiner Belegschaft mit Strafgefangenen schließen. Dazu wurde ein Antrag gestellt.

Ich überlege gerade, hatten wir das nicht schon mal vor knapp hundert Jahren, als Gefangene aus Straflagern in die damalige Rüstungsindustrie gesteckt wurden? Gab es da nicht einmal diesen unsäglichen Spruch von der Arbeit, die "frei" machen sollte? Russland zeigt immer mehr sein wahres, abscheuliches Gesicht.

Maarja

Das sehe ich nicht ganz so wie Du, @Katerchen, bei aller Kritik an Putin, das Strafgefangene arbeiten, gibt es bei uns auch. Auch bei uns wird zum Beispiel die Wäsche für Hotels und Krankenhäuser teilweise in Gefängnissen gewaschen, Firmen geben Aufträge, Gefangene, die in den offenen Vollzug können, gehen an Arbeitsstellen außerhalb und kehren am Feierabend zurück. Bei uns heißt das Resozialisierung.

MaryLou

Das finde ich immerhin besser als in Gefängnissen zu versauern. Es hat aber natürlich einen Faden Beigeschmack, wenn man ihn sehen will.

Maarja hat es auf den Punkt gebracht mit dem Vergleich bei uns.

jowi59

Da werden wahrscheinlich die Strafgefangenen eingesetzt, die sich weigern in den Krieg zu ziehen.

Aber es gibt schlimmere Arbeitslager als in einer Autofabrik.

Familienkochbuch

in österreich bekommen arbeitende strafgefangene zumindest eine kleine entlohnung. ob es das in russland auch gibt, wei ßman wohl nicht.

Lara1

Auch in Ö sind die Strafgefangenen froh, wenn sie was zu tun haben. Vollkommen logisch, dass die auch zum Autobau eingesetzt werden. Ob die Lohn bekommen? Uninteressant, geht uns nicht wirklich was an. 

moga67

Österreich und Russland da zu vergleichen, ist für mich nicht passend.
In Russland kommt man derzeit ins Gefängnis, wenn man eine falsche bzw nicht Putin-gerechte-Antwort gibt!
In Österreich bekommen die arbeitenden Strafgefangenen einen Obolus. Ich würde sie sogar verpflichten, Arbeiten auszuführen, um ihre Strafe bezahlen zu können, bzw die "Gratisaufenthalte" mit zu finanzieren!( Wir Steuerzahler dürfen dafür nämlich auch zahlen)

Der  Vergleich zur SS Zeit passt nicht, denn da wurden Strafgefangene willkürlich ins Gefängnis gesteckt und in Straflagern zur Arbeit gezwungen, nämlich bis zum Tod!