Forum - Schweden: Höchste Todeszahl im November seit 1918

 
DIELiz

von orf.at 

Schweden geht seit Beginn der CoV-Pandemie einen weniger restriktiven Weg als die meisten anderen europäischen Länder. Kritiker warfen den Behörden deshalb vor, mit ihrer Strategie Menschenleben zu gefährden. Dennoch verzichtete die Regierung lange auf das Verhängen von Einschränkungen und sprach stattdessen Empfehlungen für die Bürger aus.

Als Reaktion auf die steigenden Neuinfektionen verhängte die Regierung Mitte November erstmals verbindliche Einschränkungen, unter anderem für Treffen in der Öffentlichkeit und den Verkauf von Alkohol. Treffen in privaten Wohnungen werden durch die Regelung jedoch nicht eingeschränkt und auch eine Maskenpflicht gibt es nicht.

Schweden hat vor dem Hintergrund der Coronavirus-Krise im November die höchste Zahl an Todesfällen binnen eines Monats seit der Spanischen Grippe vor mehr als 100 Jahren verzeichnet. Insgesamt starben im vergangenen Monat landesweit 8.088 Menschen, wie die staatliche Statistikbehörde (SCB) mitteilte. Die Zahl liegt etwa zehn Prozent über der durchschnittlichen Sterberate der Jahre 2015 bis 2019.

jeder Tote ist einer zuviel. Zu viele Opfer in jedem Staat. Jeder Staat sucht die besten Möglichkeiten zur Bekämpfung

Lara1

Es gibt auch andere Berichte als orf.at

Schweden hat dieses Jahr sogar eine Untersterblichkeit. gelesen auf Telepolis.

Ja, es stimmt, jeder Tote ist einer zu viel.

Billie-Blue

Rendi Wagner hat in der Pressestunde am Sonntag gesagt, man dürfe sich an diese Zahlen nicht gewöhnen. Denn diese Menschen sterben einsam, ohne Besuch ihrer nahen Angehörigen. Man kann sich nur schwer vorstellen, wie das ist, wenn ein naher Angehöriger im Spital im Sterben liegt und man darf nicht mehr zu ihm, es ist ein Alptraum. Oder man liegt selbst dort und weiß , dass man vielleicht seine Kinder nie wieder sieht und dass sie gerne kommen würden und nicht dürfen. So etwas wäre vor einem Jahr für uns jenseits aller Vorstellungskraft gewesen.

 

Iberon

ORF? Da kann ich gleich Grimm´s Märchen als Lebensleitfaden heranziehen.

alpenkoch

es stimmt, jeder Tote ist einer zu viel.