Forum - Stark radioaktive Eierschwammerln gefunden

 
Katerchen

In Oberösterreich haben Umweltschützer Eierschwammerln gefunden, die den Cäsium-137-Grenzwert um das Zwölffache überschritten haben. Die stark radioaktiven Pilze sind eine Folge des Kernreaktorunfalls von Tschernobyl vor 35 Jahren.

Die Halbwertszeit beim Cäsium 137 ist rund 30 Jahre, das heißt, es ist immer noch etwa die Hälfte der Strahlung vorhanden. Es werden daher immer noch belastete Pilze zu finden sein. Es sind erst unsere Urenkel, die keine Probleme mehr damit haben – falls es nicht ein weiteres Unglück gibt.

Lara1

Ich habe mir jetzt erst eine Karte mit den Werten angesehen, in unserem Bezirk ist relativ wenig - aber ich finde sowieso keine Eierschwammerl.

Eine 12 fache Überschreitung ist schon heftig. Hoffentlich passiert nie wieder ein Unglück.

Billie-Blue

Das wurde irgendiwe komplett aus dem öffentlichen Bewusstsein verdrängt bzw. darüber wird nicht mehr gesprochen. Betrifft das eigentlich auch Gemüse?

Was ist mit den Kernkraftwerken nah an unserer Grenze? Sind die so sicher, dass man kein weiteres Unglück befürchten muss?

Limone

Ich habe die Karte auch gesehen, das bei uns in Oberösterreich noch immer sehr viel Radioaktivität vorhanden ist. Als Grund wird angegeben, wo es damals viel geregnet hat, ist auch viel runtergegangen.

MaryLou

Kann mir jemand sagen wo ich diese Karte einsehen kann? Ich würde auch gerne meine Region ansehen. Ich klaube und esse doch sehr viele Eierschwammerl und ander Pilze. Ich habe gar nicht mehr an diesen Wert gedacht.

MaryLou

Ergebnisse der Untersuchungen
In einer Tabelle des Bundesministeriums ist ersichtlich, dass die Cäsium-137-Werte für die als Speisepilze sehr beliebten Eierschwammerl und Steinpilze im Mittel deutlich unter dem Grenzwert von 600 Bq/kg liegen.

Allerdings wurden in den letzten Jahren noch immer bei etwa 12 % der Eierschwammerl Grenzwertüberschreitungen festgestellt. Bei Steinpilzen kommen Überschreitungen des Grenzwertes nur noch selten vor. Anders sieht die Situation bei Maronenröhrlingen aus. Hier liegen selbst die Mittelwerte über dem Grenzwert, und Grenzwertüberschreitungen treten bei mehr als der Hälfte der Maronenröhrlinge auf. Hingegen weisen Parasole nur sehr geringe Cäsium-137-Werte auf.

Quelle: Bundesministerium

    

Zuletzt bearbeitet von MaryLou am 16.09.2021 um 16:19 Uhr

Lara1

Gerne MaryLou: Tschernobyl Strahlenkarte Österrreich auf google.

hexy235

Das die Waldböden noch sehr lange verstrahlt sein werden hat man schon damals gesagt nur hat jetzt keiner mehr daran gedacht.