Lydia (griechisch Λυδία ἡ Φιλιππησία) war eine Purpurhändlerin im antiken Philippi, die im Neuen Testament erwähnt und als Heilige verehrt wird.

Laut dem Bericht der Apostelgeschichte nahm sie den Apostel Paulus von Tarsus und seinen Begleiter Silas in ihr Haus auf und ließ sich und die Angehörigen ihres Hauses taufen. Sie stammte aus Thyatira (heute: Akhisar) in Kleinasien und gehörte vermutlich zu den sogenannten gottesfürchtigen Griechen, die als Nichtjuden in die Synagogen gingen und dort im Gottesdienst zuhörten.

Lydia ist die erste erwähnte Person auf europäischem Boden (in der Stadt Philippi, Griechenland), die während der Missionstätigkeit des Paulus den christlichen Glauben annahm. Sie drängte nicht nur Paulus und Silas, bei ihr zu wohnen, sondern es scheint sich laut Vers 40 auch fortan eine christliche Gemeinde in ihrem Haus versammelt zu haben. Im Philipperbrief erwähnt Paulus die besondere finanzielle Hilfe durch diese Gemeinde, was ebenfalls Lydia angerechnet wird. Somit wird ihr allgemein eine herausragende Stellung zwischen Mäzenin und Gemeindeleiterin beigemessen.