Apollonia von Alexandria (3. Jahrhundert) war eine christliche Märtyrerin. Sie lebte in Alexandria und starb wahrscheinlich um 249 als Jungfrau.

Aus einem dem Bischof Dionysius von Alexandria zugeschriebenen Brief an seinen Amtsbruder Fabius von Antiochia geht hervor, dass die geweihte Jungfrau Apollonia während der Christenverfolgungen unter Decius verschleppt wurde. Man schlug ihr die Zähne aus und drohte, sie lebendig zu verbrennen, falls sie ihren Glauben nicht verleugne. Darauf sei sie in einen von ihr selbst aufgeschichteten und entzündeten Scheiterhaufen gesprungen. Die Kirchenväter Ambrosius und Augustinus beschäftigten sich später mit der Frage, ob dies als Martyrium oder aber als Suizid gelte.

Nach einer anderen Überlieferung sei Apollonia eine Königstochter gewesen, die auf Befehl ihres Vaters gemartert wurde. Eine dritte Tradition sieht Apollonia als Schwester des heiligen Diakons Laurentius. Sie zog nach Ägypten, wo sie unter Decius das Martyrium erlitt. Ihr Grab wird auf dem Berg Tabor oder auch dem Sinai vermutet.