Forum - Warum gibt man in Italien die Nudeln in die Sauce – und nicht umgekehrt?

 
Katerchen

Viele Menschen sieben die Nudeln ab und geben dann erst die Sauce darauf.  Warum es anders besser ist, erklärt ein italienischer Koch.

Er kocht die Pasta im Nudelwasser, bis sie zu zwei Dritteln gar ist. Dann nimmt er einen Schöpflöffel, der große Löcher hat, und gibt die Nudeln damit in die Sauce. Der Schöpflöffel hat den positiven Effekt, dass auch etwas Nudelwasser mit in die Sauce kommt. Die Stärke im Nudelwasser sorgt für eine besondere Bindung und Sämigkeit der Sauce. Ziel ist es, dass die Pasta in der Sauce zu Ende gart und so beides erst richtig aneinander haftet.

Ein noch schlimmeres Vergehen ist es, die Nudeln mit kaltem Wasser abzuschrecken. Dann wäscht man die wertvolle Stärke von der Pasta ab. Ein weiterer Vorteil, die Pasta in die Sauce zu packen: Sie bleibt viel länger heiß.

Meinereine1966

Interessant. Ich habe bis jetzt immer einen Schöpfer Nudelkochwasser vorm Abgießen in ein Häferl gegeben. Müsste mir also so einen Schöpfer zulegen. Mit einem üblichen Schaumlöffel funktioniert das kaum.

Ich habe einmal von einem ital. Koch gesehen, dass er die Spaghetti mit einer Nudelzange aus dem Kochwasser direkt in die Sauce gegeben hat. Auch gut.

Nudeln kalt abschwemmen ist sowieso ein Verbrechen . Mache ich auch nicht, wenn ich (kalten) Nudelsalat zubereite.