Die Blindenschrift wurde im 19. Jahrhundert von Louis Braille entwickelt, der im Alter von drei Jahren sein Augenlicht verlor. Er basierte sein System auf einer Methode der Nachtrichtenübermittlung, die von einem französischen Soldaten erfunden wurde. Die Blindenschrift besteht aus sechs Punkten, die in zwei Spalten angeordnet sind. Jede Kombination von Punkten repräsentiert einen Buchstaben, eine Zahl oder ein Symbol. Die Blindenschrift wurde im Laufe der Zeit an verschiedene Sprachen und Schriftsysteme angepasst.
Gerade mal 11 Jahre alt war der blinde Franzose Lous Braille (1809 - 1852), als er die revolutionäre Idee einer Schrift für Blinde hatte, die er innerhalb von fünf Jahren entwickelte. Er nutzte eine für das Militär erfundene Schrift, die auch nachts entziffert werden konnte.
Die Brailleschrift basiert auf einem Muster aus Punkten, die hervorgehoben sind und so ertastet werden können. Zudem erfand Braille eine Notenschrift für Blinde. Seit 2001 wird an seinem Geburtstag der Welt-Braille-Tag begangen.