Die 20 in Österreich heimischen Amphibienarten stehen allesamt auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten und sind damit streng geschützt. Das weiß auch Michael S. aus Wiener Neudorf, der die abendlichen Frosch-Konzerte in seinem alten, verwilderten Pool genießt. Leider sehen das einige seiner Nachbarn anders - nach einer erfolglosen Petition für die „Beseitigung“ der Tiere verübte ein Unbekannter nun einen Anschlag auf das Biotop. Michael S. ist fassungslos: „Wer tut so was?“
 
 Frösche, Kröten, Unken, Molche und Salamander haben es in Österreich zunehmend schwerer: Wir nehmen ihnen den Lebensraum, überfahren sie auf unseren Straßen und gefährden sie dank menschlich beschleunigtem Klimawandel. Umso wichtiger ist es, dass sich Einzelkämpfer wie Michael S. auf die Seite der Amphibien stellen. In seinem verwilderten Pool in Wiener Neudorf haben es sich Kröten, Molche, Pflanzen und im Sommer jedes Jahr ein Enten-Paar gemütlich gemacht. „Ich nehme die quakenden Frösche als hervorragendes Konzert wahr“, so Herr S.

Doch er weiß genau, dass Amphibien in Österreich unter Naturschutz stehen. Umso geschockter war Michael S., als er am Sonntag bemerkte, dass einer der Nachbarn einen Anschlag auf seinen Pool ausgeübt hatte: „Jemand hat zwei Chlor-Tabletten hineingeworfen. Ich konnte sie noch herausfischen, aber sie haben schon einigen Schaden angerichtet und mindestens ein Todesopfer gefordert.“ Er hat einen konkreten Verdacht, welcher Nachbar das gewesen sein könnte, und erstattete Anzeige. „Wie herzlos können Menschen sein? Es ist einfach traurig!“, sagt er.

Bericht Krone