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Unter den zahlreichen Kürzungsmaßnahmen sticht eine bisher unbekannte Streichung besonders hervor: Die Bundesregierung schafft die sogenannte "Geräte-Retter-Prämie" komplett ab. Der frühere Reparaturbonus ist eine staatliche Förderung, die bisher 50 Prozent der Reparaturkosten von Elektro- und Elektronikgeräten für Privatpersonen übernimmt. Auch Schüler:innen müssen länger warten, da die Geräteinitiative für Laptops um ein Jahr verschoben wird. Die Geräte werden erst in der sechsten statt in der fünften Schulstufe verteilt.

Beschäftigung älterer Personen: Begünstigungen fallen weg. Ab 2028 zahlen Betriebe für Mitarbeiter:innen über 60 Jahre FLAF-Beiträge (500 Millionen Euro Ersparnis) sowie Beiträge zur Arbeitslosenversicherung (AlV). Zusammen mit weiteren Sozialversicherungs- und AlV-Maßnahmen bringt dies 142 Millionen Euro (2027) bzw. 166 Millionen Euro (2028). Eingliederungsbeihilfen für Langzeitarbeitslose und ältere Suchende werden ab 2027 um jährlich 100 Millionen Euro gekürzt. Die geplante Wiedereinführung des Partnereinkommens bei der Notstandshilfe wurde nach massiver Kritik von Sozialorganisationen jedoch gestrichen.
Arbeitnehmer: Geringverdiener:innen zahlen künftig den vollen AlV-Beitragssatz (bringt 289 bzw. 379 Millionen Euro in den kommenden zwei Jahren). Für Besserverdiener steigt die Höchstbeitragsgrundlage (Mehreinnahmen von 228,8 Millionen Euro im Jahr 2027 und 287,7 Millionen Euro im Jahr 2028). Die Steuerbefreiung für den Sachbezug von E-Firmenautos fällt weg, ebenso das Homeoffice-Pauschale (für Selbstständige das Arbeitsplatzpauschale).
Familien: Einkommensunabhängige Leistungen (Familienbeihilfe, Mehrkindzuschlag, Kinderbetreuungsgeld, Schulstartgeld, Kinderabsetzbetrag) werden erneut nicht valorisiert. Den vollen Familienbonus gibt es bei Kindern über vier Jahren nur noch, wenn beide Eltern berufstätig sind.
Pensionisten: Pensionsanpassungen knapp unter der Inflationsrate sparen in den nächsten zwei Jahren insgesamt 559 Millionen Euro ein (273 Millionen Euro 2027, 286 Millionen Euro 2028). Für Luxuspensionen steigen die Sicherungsbeiträge.
Bauern: Die Rückerstattung von Sozialversicherungsbeiträgen wird eingestellt (15 Millionen Euro jährlich) und der Eigenbetrag zur Pensionsversicherung erhöht (13,7 bzw. 13 Millionen Euro). Als Ausgleich wird die Agrardieselrückvergütung 2027 und 2028 temporär wieder eingeführt (je 50 Millionen Euro).