Forum - 1975 - 1978

 
Lara1

                      Reform des Frauenrechts:

Der Ehemann kann seiner Frau nicht mehr verbieten, zu arbeiten.

Die Frau muß bei der Ehe nicht mehr den Namen des Mannes annehmen.

So lange ist das gar nicht her. Wir Frauen müssen unsere Rechte schützen.

colour67

Das stimmt, es ist im Grunde noch gar nicht sooo lange her. Gottseidank hat sich das bei uns geändert.

Da gab es noch etwas: Der Ehemann durfte die Frau nicht mehr schlagen.

Als Kind habe es nie verstanden, wenn meine Oma erzählte, Opa hat ihr nicht erlaubt arbeiten zu gehen. 

 

 

Silviatempelmayr

Ja da gibt es viele Dinge die unsere Großeltern noch erlebt haben. Wir können uns das gar nicht anders vorstellen, weil es für uns immer normal war.

Lara1

Genau deshalb schrebe ich das als "Großmutter", damit auch die Jungen sensibel auf ihre Rechte achten.

hobbykoch

Ich kann mich an Geschichten aus meiner Kindheit in den 80ern erinnern, wo die Männer immer noch nicht wollten, dass ihre Frauen arbeiten gehen. Manche Frauen haben sich darüber hinweggesetzt, manche haben nachgegeben und sind daheim geblieben. Von einem Paar weiß ich, dass er es mittlerweile bereut, weil seine Frau jetzt keine Pensionsansprüche hat.

 

colour67

hobbykoch@ genau, in der Pension fehlt das natürlich. Aber darüber hat sich niemand Gedanken gemacht.das Problem ist im Grunde auch gewesen, dass dann die Frauen in gewisser Hinsicht auch von den Männern abhängig waren. Ohne eigenem Geld ist es halt schon schwerer.

Zwiebel

Und bis ? vor circa 2 Jahrzehnten war Vergewaltigung in der Ehe nicht als Vergewaltigung, sondern nur als Nötigung, bedroht mit max. Einem Jahr Freiheitsstrafe, strafbar. Da gibt es eine legendäre club2 Debatte in der ORF tvthek, dort könnt ihr euch anschauen, wie die Menschen noch vor wenigen Jahren getickt haben.

Iberon

Die Zeiten, dass Frauen nicht arbeiten gehen wären auch ohne Reform des Frauenrechts schon lange vorbei.

Heute werden Frauen wohl eher dazu genötigt arbeiten zu müssen, da eine Familie sonst finanziell nur schwer überlebensfähig ist und man sich den sogenannten "Wohlstand" nicht leisten kann an dem man gemessen wird und den man in der heutigen Gesellschaft braucht um dazu zu gehören.

Das hat zu den Steuereinnahmen nebenbei noch den Vorteil, dass Kinder zeitnah in staatliche Obhut kommen und somit schon sehr früh auf die gewünschte "Linie" gebracht und manipuliert werden können.

Billie-Blue

 Trotzdem darf man nicht vergessen, dass die Frauen damals nicht alle arme Hascherln waren sondern starke Frauen, die nach dem Krieg unser Land wieder aufgebaut haben.

Meine eine Oma war eine sehr gute Schneiderin und hatte ihre eigene Schneiderei, war also schon in den 1940er Jahren unabhängig. Diese hat sie  nach der Heirat aufgegeben und war für ihre Kinder da. Aber sie war trotzdem das Oberhaupt der Familie und hatte auch die Finanzen über. Sie hat sich meinem Opa nicht untergeordnet.

Meine andere Oma war berufstätig. Meine beiden Schwiegermütter ( Jahrgang 1927 und 1930) waren auch trotz Kinder voll berufstätig. Deshalb denke ich, dass zwar die Gesetzeslage so war, dass der Mann das letzte Wort hatte, aber es auch viele Leute gab , die fortschrittlich waren und wo es normal war, dass die Frauen arbeiten.

Dass die Gesetze geändert wurden, auch was Vergewaltigung in der Ehe betrifft , war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

snakeeleven

"Iberon" , da muss ich dir vollkommen recht geben. Früher hat ein Mann alleine soviel verdient, dass er eine Familie gut versorgen konnte. Wir waren SECHS KINDER, mein Vater war ALLEINVERDIENER. 

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