Es leben mittlerweile so viele Deutsche in Österreich, dass sich das auch vermischt. Das kann ich derzeit bei einer knapp 3 jährigen aus unserer engsten Verwandtschaft beobachten, ein Elternteil ist aus Niederösterreich, der andere Elternteil kommt aus Norddeutschland. Deshalb spricht sie sowohl "Norddeutsch" als auch niederösterreichischen Dialekt. Das ist manchmal recht witzig, wenn sie einerseits "lecker" sagt und im nächsten Moment " na servas". Interessant, wenn sich auch unterschiedliche Grammatik vermischt.
Ich sag Paradeiser statt Tomate, weil mir das Wort besser gefällt, aber ich sag auch lecker, weil mir dieses Wort gefällt.
In der Germanistik geht man vom Norddeutschen als Norm aus, das Österreichische werde als Dialekt missverstanden (das Gfrett der Österreicher mit der deutschen Sprache). Wo liegt also der Unterschied? Lt. einem Professor für Sprachwissenschaften liegen die Unterschiede, abgesehen von Dingen, die anders benannt werden, auf allen Ebenen: Aussprache, Grammatik und Umgang mit der Sprache.
Der österreichische Standard ist im österreichischen Wörterbuch und nicht im Duden verbrieft. "Was Ö und D trennt, ist die gemeinsame Sprache,"
Bei uns heißt es zB nicht lecker, Jungs oder Sahne, sondern, g'schmackig, Bub oder Schlagobers.
Auch auf GK kann man diese Thematik bei diversen Kommentaren zu Rezepten verfolgen.
Zuletzt bearbeitet von Pesu07 am 11.01.2026 um 07:04 Uhr