Schade, da haben die Konzerne und die "grossen" Bio-Bauern viel ruiniert. Es ist auch bedenklich, wie schnell und wieviel die Bio-Angebote den Handel geflutet haben. Mein Gemüse ist bio - von der Qualität her mindestens Demeter-Qualität.
Forum - Immer mehr Biobauern geben auf
Manche dieser Auflagen sind wirklich absurd und für kleine Bio-Bauern nicht erfüllbar. Das ist leider ein großes Problem, ein weiteres ist, daß zwar viele Menschen sagen, daß sie Bio-Produkte kaufen, aber es dann aus unterschiedlichen Gründen nicht tun
Manche Richtlinien sind auch nicht nachvollziehbar. Ich weiß von einem Betrieb, der nebenbei auch Hühner hält. Die Bäuerin hat für ihre Hühner zur Durchzugsstraße aus Sicherheitsgründen einen Zaun aufgestellt. Durch den Zaun verliert sie eine kleine Fläche und unterschreitet damit die Auslauffläche geringfügig. Somit darf sie die Eier nicht als Bio-Eier verkaufen. Die Schlussfolgerung ist, dass es mehr "bio" ist, wenn die Hühner überfahren werden als wenn sie auf 2 m2 Fläche verzichten.
Es können sich auch nicht alle Bioprodukte leisten. Der Preisunterschied ist schon enorm. Und wenn die Förderungen weniger werden wird das Endprodukt noch teurer.
Vor zwei Wochen war im ORF ein "Am Schauplatz" zum Thema Bio und konventionelle Tierhaltung. Man hat gesehen, das AMA Gütesiegel verkauft zwar angebliches Tierwohl, stimmt aber nicht. Da haben die Tiere zu wenig Platz, stehen auf Vollspaltböden usw. Einfach ein Grund, solches Fleisch nicht zu kaufen. Damit der Gewinn möglcihst groß ist, werden sehr viele Tiere auf wenig Platz gehalten. Schweine stehen ohne Stroh auf Vollsplatböden, der zugehörige Bauer hatte Null Mitleid mit seinen Schweinen. Ich kaufe solchen Bauern das Fleisch nicht ab. Nur BIO Haltung garantiert, dass die Tiere keine Antibiotika nehmen müssen. Lieber wenig oder kein Fleisch, als antibiotikaverseuchtes Fleisch. Man sah auch einen BIO Bauern, wo die Kühe auf der Alm sind. Nur ein Drittel verkauft er teurer als BIO fleisch, den Rest muss er billig als konventionelles Fleisch verkaufen, da es zu wenig Abnehmer für BIO gibt. Ich verstehe die Leute nciht, die gerne viel Fleisch von Tieren essen, die nicht artgerecht gehalten werden und Medikamente nehmen müssen. Das Argument Geld zählt nicht, denn ich gebe viel weniger Geld für BIO Fleisch aus, als andere, die viel größere Mengen Billigfleisch kaufen.
Zur Aufgabe werden die Bauern "gezwungen", da sie sich selber das Leben nicht mehr leisten können.
Nicht nur die vielen verschiedenen Regel und die Bürokratie macht ihnen das Leben schwer sondern auch die Konzere und der Konsument, denn wenn der nicht bereits ist, den Preis zu zahlen, wird keiner der kleinen Biobauern überleben!
gefunden auf: https://salzburg.orf.at/stories/3226482/
Inflation und Überangebot haben den Biomarkt in Frankreich einbrechen lassen, wegen hoher Produktionskosten und schwindender Absätze haben viele deutsche Landwirte dem Bioanbau den Rücken gekehrt. Auch in Salzburg haben von rund 3.700 Biobetrieben knapp 250 wieder auf konventionelle Landwirtschaft umgestellt, bestätigt die Obfrau von Bio Austria, Ulrike Gangl.
Grund seien vor allem neue Förderrichtlinien: „Für die Maßnahme bio gibt es deutlich weniger Geld als vorher und die Auflagen sind erhöht worden. Das ist der Hauptgrund, warum sich viele Biobetriebe nicht mehr zugetraut haben, dass sie die Auflagen bewältigen können“, schildert Bio Austria-Obfrau Gangl. Erhöhte Auflagen gebe es beispielsweise beim Auslauf der Jungtiere.
Es wird immer mehr verlangt, aber nicht mehr bezahlt.
Kein Wunder dass da viele aufgeben.