Forum - Immer mehr verschuldet wegen Wohnkosten

 
jowi59

gefunden auf: https://salzburg.orf.at/stories/3246826/

Im Vorjahr hat die Salzburger Schuldenberatung fast 22.000 Erstanfragen um Hilfe verzeichnet – so viel wie zuletzt vor zwölf Jahren. Das sei ein Plus von 17 Prozent im Vergleich zu 2022. Gründe seien vor allem Teuerung, Inflation und Wirtschaftskrise.

Während früher Lebenshaltungs- und Wohnkosten als Gründe für Überschuldung kaum genannt wurden, betrafen das 2023 mehr als zwölf Prozent der Fälle, so die Schuldenberatung. Arbeitslosigkeit und Einkommensverluste seien dabei die Hauptursachen.

Die Schuldenberatung fordert deshalb – statt der von der ÖVP vorgeschlagenen Senkung – eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes.

Ich finde es nicht richtig, das Arneitslosengeld zu erhöhen, weil es Arbeit genug gäbe und Arbeitslose einen finanziellen Anreiz haben sollten wirklich ernsthaft Arbeit zu suchen.

martha

Ich finde es auch nicht richtig, wenn das Arbeitslosengeld erhüht werden würde, denn wenn dieses dann fast so hoch ist, als würde man arbeiten gehen, dann gibt es noch mehr Arbeitslose. 

MaryLou

Ich glaube nicht an Mietpreiserhöhung als Schuldenfalle. Da muss schon einiges schief laufen im Umgang mit Geld. Heutzutage will jeder alles haben, auch wenn es sich die Leute nicht leisten können. 

Teddypetzi

@MaryLou, das die Mietpreiserhöhung eine Schuldenfalle wird, geht bei dieser Regierung schneller als man denkt, haben die ja die Mieten saftig ansteigen lassen.

Billie-Blue

Genug Arbeitsplätze bedeutet aber nicht, dass ein geeigneter Arbeitsplatz für eine bestimmte Person vorhanden ist. Was nützt es z.B einem HTL Absolventen aus der mittleren Managementebene, wenn es Jobangebote im Tourismus gibt? Man sucht sich einen Job, welcher der eigenen beruflichen Qualifikation entspricht. Und man kann nicht vorübergehend eine andere Arbeit verrichten, das ruiniert den Lebenslauf und man bekommt dann in seinem Fach gar nichts mehr.

Soll das Arbeitslosengeld so gering sein, dass die Betroffenen die Fixkosten nicht mehr zahlen können? Schließlich zahlt man auch ein, damit man im Notfall abgesichert ist. Die meisten schämen sich für ihre Arbeitslosigkeit und wollen schnell einen Job finden

Mit gekürztem Arbeitslosengeld werden Arbeitnehmenr Rechte genommen und sie in teils prekäre Verhätnisse gezwungen.

Weil es einen kleinen Teil Arbeitsscheuer gibt, kann man nicht den Rest bestrafen.

 

Zuletzt bearbeitet von Billie-Blue am 29.02.2024 um 08:17 Uhr

moga67

Meiner Meinung haben viele Leute einfach verlernt mit Geld umzugehen.
Es wird die Karte gezückt und das Erwachen kommt erst am Ende des Monats, wenn kein Geld mehr vorhanden ist.
Sie haben keine Ahnung, wie Zins und Zinseszinsen Rechnungen gehen und dann ist man schnell in der Schuldenfalle.
Ebenso wird alle sofort gebraucht und es wird nicht mehr "hingespart" auf ein Stück ( Auto, Fernseher.)


 

Katerchen

Billie-Blue, der Lebenslauf ist aber auch ruiniert wenn dort längere Arbeitslosigkeit vermerkt ist beziehungsweise große Lücken drin sind. Wenn Jemand Branchenfremd tätig ist zeugt das zumindest von der Flexibilität des Menschen, was durchaus positiv gesehen wird.

moga67, richtig. Man muss alles sofort haben, bezahlt wird später. Irgendwann fressen die Krxxite den Menschen auf.

Maarja

Viele Leute, gerade die, die aufgrund geringen Einkommens in Wohnungen der städtischen Wohnbaugesellschaften in München leben, haben extrem hohe Nachzahlungen für Strom erhalten, das alleine reicht schon aus für die Schuldenfalle. Die Vermieter hatten Verträge abgeschlossen, die erst mal günstig klangen, sich aufgrund der Krise aber als nicht günstig erwiesen. Das wurde dann einfach umgelegt

Silviatempelmayr

Man darf nicht alle in einen Topf werfen, aber viele leben einfach über ihren Bedingungen und leisten sich einfach zu viel.

Billie-Blue

Ja stimmt, man darf nciht alle in einen Topf werfen. Manche arbeiten fleißig in mehreren Jobs und kommen grade über die Runden, manche leben über ihre Verhältnisse. Wobei derzeit schon Tatsache ist, dass die breite Mittelschicht ärmer wird.

Katerchen, das kommt auf den Beruf an. Glaub mir das, ich hab das einmal hautnah bei jemanden miterlebt, der jahrelang eine tolle  Position hatte, Firma wurde verkauft, alle aus der Führungsebene wurden entfernt. Wenn du da einen minderen Job annimmst, brauchst dich nachher nirgends mehr in deinem Bereich vorstellen. Weil da wird dann gemutmaßt, du warst vielleicht mit der Führungsposition überfordert usw und so fort. Der hat dann Monate gesucht, mit hunderten Bewerbungen, mit 48 Jahre war er den meisten zu alt, haben deswegen nciht mal eingeladen auf ein Vorstellungsgespräch trotz Top Qualifikation, nach 5 bis 6 Monaten endlich ein adäquater Job.